Pop-Up-Store: Tennis Point verkauft im Fiat-Transporter

Mit TV-Spots wirbt die Tennis Point GmbH bereits regelmäßig in Spartenkanälen, um so ihre Zielgruppe an Sportlern zu erreichen. Nun rückt der Spezialversender noch näher an seine potenziellen Kunden und verkauft vor Ort auf Sport-Events. Möglich macht das ein mobiler Verkaufsraum, den Tennis Point extra auf die Ladefläche eines Fiat Ducato montieren ließ.

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Im Heck des Transporters finden Kunden eine Auswahl an Bestellern des Spezialversenders wie Schläger, Saiten und Bälle (siehe Video). Dazu kann man Schläger neu besaiten lassen – ein Service, den Tennis Point auch in seinen neun regulären Ladengeschäften bereits anbietet.

Vor Ort befindet sich jeweils ein Mitarbeiter, der Kunden auch beim Bestellen helfen kann. So gibt es im Transporter zusätzlich ein Touchscreen-Terminal, über das Kunden den Online-Shop von Tennis Point aufrufen können und damit Zugang zum kompletten Vollsortiment erhalten.

Interessant: Wenn Kunden im Transporter im Online-Shop kaufen, erscheint ein QR-Code auf dem Touchscreen. Diesen können Kunden anschließend mit ihrem Smartphone einscannen, wodurch der Warenkorb auf ihrem Mobiltelefon geladen wird. Dort können Kunden dann den Einkauf abschließen, wenn sie sich mit ihren Zugangsdaten im Online-Shop von Tennis Point registrieren oder neu anmelden. Der Kunde soll auf diese Weise bequem in dem Transporter bestellen, ohne seine persönlichen Daten an dem öffentlichen Terminal eintippen zu müssen.

Ähnliche Konzepte können übrigens auch andere Händler testen. Zwar handelt es sich bei dem Verkaufsraum auf dem Fiat-Transporter um eine Eigenentwicklung für Tennis Point. Dafür aber stammt die Software für das Touchscreen-Terminal von der Poseidon Digital GmbH, die ihre Lösung prinzipiell interessierten Händlern für 49 Euro netto im Monat und Endgerät anbietet.

Tennis Point KennzahlenDie Umsätze von Tennis Point sind zuletzt stark gestiegen (Bild: eigene Grafik)

Im vergangenen Geschäftsjahr 2014 hatte die Tennis Point GmbH einen Netto-Umsatz von 35,2 Mio. Euro eingefahren und konnte damit zum Vorjahr um 24,3 Prozent wachsen (2013: 28,3 Mio. Euro Netto-Umsatz). Bereits ein Jahr zuvor konnte der nach eigenen Angaben größte Versender für Tennisbedarf in Deutschland seinen Umsatz deutlich zweistellig steigern.

Verbessert hatte sich im Jahr 2014 auch das Ergebnis (EBITDA). Hier gab es ein Plus von 1,1 Mio. Euro auf einen Wert von 0,1 Mio. Euro. Als Gründe nennt der Spezialversender unter anderem, dass die Margen gestiegen sind und dazu weniger in Marketing investiert wurde.

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Über Stephan Randler 2244 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr