Nach Rekordjahr: Online-Umsatz von Ikea Deutschland sinkt wieder

Ikea Deutschland hat einen Netto-Umsatz von rund 5,68 Mrd. Euro erreicht im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22, das am 31. August 2022 beendet wurde. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Möbel-Riese damit um 7,1 Prozent zulegen und dadurch wieder wachsen. Denn im Jahr zuvor war der Gesamtumsatz von Ikea in Deutschland noch um 3,2 Prozent gesunken. Schließlich waren wegen Corona über fünf Monate die Möbel-Häuser geschlossen, über die Ikea in Deutschland ja nach wie vor am meisten Umsatz macht.

Ikea Deutschland
Bildquelle: Inter IKEA Systems B.V. 2022

Zeitgleich hatten sich viele Umsätze in den E-Commerce verlagert, so dass Ikea Deutschland damals seinen Online-Umsatz mehr als verdoppeln konnte.

Jetzt dagegen hat der Online-Umsatz wieder nachgegeben und ist von zuvor 1,75 Mrd. Euro (2020/21) auf 1,30 Mrd. Euro (2021/22) gesunken – ein Rückgang von 25,5 Prozent. Diese Entwicklung begründet Ikea Deutschland damit, dass die Möbel-Häuser im Geschäftsjahr 2021/22 wieder durchgängig geöffnet waren. Vor diesem Hintergrund ist die Besucherzahl in den stationären Geschäften wieder gestiegen, während zeitgleich der Traffic im Online-Shop abgenommen hat.

Dass der Gesamtumsatz über alle Vertriebskanäle gestiegen ist, hat verschiedene Gründe. Ganz wesentlich ist nach Einschätzung von Ikea Deutschland, dass für viele Verbraucher seit der Corona-Krise das Leben zu Hause deutlich an Bedeutung gewonnen hat. In dem vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 waren die Möbel-Häuser in der Bundesrepublik zudem wieder über volle zwölf Monate durchgängig geöffnet, nachdem es in den beiden Jahren zuvor ja immer wieder Einschränkungen durch Corona-Lockdowns gegeben hatte.

Umsatz Ikea Deutschland
Quelle: eigene Angaben in Mio. Euro von Ikea Deutschland; Grafik: neuhandeln.de

Der Durchschnittsbon in dem stationären Einzelhandel lag bei 104,12 Euro und damit 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Online-Bon wiederum hatte einen Wert von 243,64 Euro und lag damit rund 30 Prozent höher als im Vorjahr. Die Durchschnittsbons sind zum Teil gestiegen, weil auch Ikea im vergangenen Geschäftsjahr seine Preise erhöht hat. Online fällt der durchschnittliche Einkaufswert höher aus, weil Kunden über das Internet vor allem größere Produkte kaufen, die sie sich dann liefern lassen.

Neben seinem Online-Shop betreibt Ikea in Deutschland aktuell 54 Möbel-Häuser. Hier wurden 73,7 Mio. Besucher im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 gezählt, was einem Zuwachs von fast 40 Prozent zum Vorjahr entspricht. Die Besucherzahlen liegen aber nach eigenen Angaben unter dem Vor-Corona-Niveau.

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Über Stephan Randler 3203 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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