„One-Stop-Shop-Erlebnis“: Warum C&A jetzt mit Butlers kooperiert

Vor kurzem hat der Multichannel-Händler Butlers ein neues Shop-in-Shop-Konzept vorgestellt. Seitdem verkaufen die Kölner ihre Geschenk- und Deko-Artikel bereits in ersten Filialen der beiden bundesweit vertretenen Kaufhäuser Moses und Kaufhof. Nun geht Butlers den nächsten Schritt und kooperiert nun erstmals mit dem Bekleidungsunternehmen C&A – das sich gerade generell für externe Partner öffnet.

Butlers C&A
Butlers-Fläche bei C&A (Bild: Butlers)

Aus diesem Grund gibt es in sieben Filialen in Deutschland und Österreich nun Shop-in-Shop-Flächen, wo Butlers auf jeweils rund 40 Quadratmetern verschiedene Weihnachts-Topseller wie Christbaumkugeln anbietet (siehe Foto links). Nach Weihnachten werden diese Flächen dann zwar wieder frei, in Filialen von C&A verkauft Butlers dann aber dennoch weiter seine Ware.

Denn Butlers nutzt bei C&A nicht nur sieben Weihnachts-Shops. Zusätzlich gibt es in 500 Filialen allgemein jetzt Artikel von Butlers, die generell zu den Topsellern der Kölner zählen und nicht ans Saisongeschäft gebunden sind.

Dieses „Basic-Sortiment“ besteht aus rund 50 Produkten, die in den Filialen jeweils in den „Wohnwelten“ präsentiert werden, wo C&A seine Heimtextilien zeigt. Hier finden Verbraucher dann neben Bettwäsche und Kissen unter anderem LED-Leuchtkästen von Butlers, die sich mit einem individuellen Schriftzug personalisieren lassen. Kaufen kann man solche Deko-Artikel in 500 Filialen in sechs Ländern in Europa, wo C&A derzeit 1.500 Geschäfte in 18 Märkten betreibt. Zusätzlich können Kunden die Butlers-Ware auch online in den jeweiligen Ländern bestellen, wo die Vertriebskooperation auch offline besteht.

Mit dieser will Butlers seine Markenbekanntheit steigern, während C&A sein Mode-Sortiment sinnvoll ergänzen und ein „One-Stop-Shop-Erlebnis“ bieten will. „Das Segment „Accessoires“ bietet deutliches Wachstumspotenzial für uns“, argumentiert Mohamed Bouyaala, Deutschland-Chef bei C&A Europa.

Umsatzpotenzial wittert das Bekleidungshaus aber nicht nur bei Accessoires – sondern auch rund um sein Kerngeschäft. Deshalb finden Kunden in 30 Filialen seit Oktober auch schon Shop-in-Shop-Flächen mit Shirts und Jeans der Marke „Mustang“. So will C&A sein Sortiment zum einen vor Ort preislich nach oben abrunden, das bislang aus günstigen Mode-Eigenmarken besteht. Zum anderen soll die Mustang-Kooperation jetzt neue Zielgruppen anlocken, für die Premium-Marken bei Mode-Käufen wichtig sind.

Anfang des Jahres hatte C&A eine neue strategische Ausrichtung angekündigt, um durch zusätzliche Sortimente und Fremdmarken im Premium-Segment das eigene Angebot zu ergänzen. Mit Butlers und Mustang wurden nun erste Partner integriert, die eigene Marken bieten. Dabei soll es nicht bleiben. So sind nach eigenen Angaben weitere Kooperationen bei Kosmetik, Spielzeug oder Heimtextilien geplant.

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Über Stephan Randler 2101 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr