Neuer Abschluss: Internetstores-Gruppe schafft „erheblichen Wachstumssprung“

Nach der Rose Bikes GmbH hat in diesen Tagen auch die deutsche Internetstores-Gruppe frische Zahlen vorgelegt, die ebenfalls im Fahrrad-Handel mitmischt und dazu im Outdoor-Markt aktiv ist. Demnach berichten jetzt zwar auch die Schwaben, dass es in der Berichtsperiode 2016 generell „ein schwierigeres Jahr für die Branche“ gegeben hatte. Während aber der Umsatz bei Fahrrad-Rose leicht gesunken ist, steht bei der Internetstores Holding GmbH ein deutliches Plus für 2016 in den Büchern.

Markus Winter
Markus Winter (Bild: Internetstores)

Das geht aus dem Konzernabschluss der Internetstores Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2016 hervor, der erst vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Demnach wurde im Geschäftsjahr 2016 in der Gruppe ein Netto-Umsatz von 169,3 Mio. Euro erreicht, was einem Wachstum von gleich 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zur Erinnerung: 2015 schaffte der Handelskonzern erst einen Netto-Umsatz von 138,8 Mio. Euro.

Gegliedert nach den Kernsortimenten konnte die Gruppe um CEO Markus Winter (siehe Foto) den Umsatz im Segment „Bike“ um rund 23 Prozent erhöhen, während es im Bereich „Outdoor“ ein Plus von 19 Prozent gab.

Für den „erheblichen Wachstumssprung“ im Geschäftsjahr 2016 gibt es mehrere Gründe. So stieg der Online-Umsatz mit Fahrrädern in Deutschland und der Schweiz, weil die Online-Shops der Gruppe unter anderem für Smartphones und Tablets optimiert wurden. Im Geschäftsjahr 2016 wurde zudem erneut in Deutschland mit einem TV-Spot für den Online-Shop Fahrrad.de geworben, wodurch die Gruppe ihren Bekanntheitsgrad weiter erhöhen konnte und eine hohe Anzahl an Neukunden generiert wurde.

Bei der Kundenansprache punktet die Gruppe zudem nach wie vor mit ihrem „Versandversprechen“, laut dem der Versand bei Bestellungen vor 16 Uhr (Mo.-Fr.) noch am gleichen Tag erfolgt. Bei seinen Bestandskunden konnte der Konzern zudem mit gedruckten Magazinen punkten, die zu Shops wie Fahrrad.de oder Campz erscheinen. Durch eine „gezielte Preispolitik“ habe man zudem das negative Marktumfeld abmildern können, das beim Fahrrad-Handel durch ein kühles und regnerisches Wetter getrübt wurde, das im ersten Halbjahr 2016 generell zu deutlich rückläufigem Absatz geführt hatte.

Trotz eines sehr milden Winters konnten die Umsatzerlöse im „Outdoor“-Segment ebenfalls deutlich zulegen. Verbessert hat sich zudem das Ergebnis, wo die Gruppe das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA von zuvor 10,7 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro erhöhen konnte. Das Ergebnis vor Steuern ist von 0,7 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro gestiegen. Generell habe der verbesserte Anteil an Umsätzen mit Bestandskunden zu einem „erheblichen Profitabilitätssprung“ beigetragen. Die Marketing-Kosten hatten sich 2016 außerdem unterproportional zum Umsatz entwickelt und waren auch absolut gesunken.

Internetstores-Gruppe
Die Internetstores-Gruppe verkauft europaweit (Grafik: Internetstores GmbH)

Die Internetstores-Gruppe wurde 2003 gegründet und ist spezialisiert auf den Handel mit Fahrrädern (Online-Shops: Fahrrad.deBikeunit.de und Bruegelmann.de) und Outdoor-Ausrüstung (Campz.de). Mit den Shops ist die Gruppe in mehreren Ländern aktiv. So gibt es noch zwölf Sprach-Versionen vom Online-Shop Bikester (internationale Variante von Fahrrad.de) sowie sieben Shops der Marke „Campz“ im Ausland und sechs Länderversionen des Outdoor-Shops AddNature, den die Gruppe im Jahr 2013 für rund 27 Mio. Euro übernommen hatte. Seit kurzem gehört der ProBike-Shop auch zum Portfolio des Handelskonzerns, der wiederum seit einem Jahr ein Teil der Signa-Gruppe ist.

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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr