Nach Rekordjahr: Umsatz von Rose Bikes geht leicht zurück

Die Rose Bikes GmbH hat das vorletzte Geschäftsjahr 2016 mit einem Netto-Umsatz in Höhe von 76,2 Mio. Euro beendet. Damit steht aber ein leichtes Minus von 1,3 Prozent in den Büchern, nachdem der Fahrrad-Händler in den beiden Jahren zuvor seinen Umsatz noch stetig erhöhen konnte. Dass es 2016 nicht erneut zu so einem Wachstum gekommen ist, hat laut dem Fahrrad-Spezialist mehrere Gründe.

Thorsten Heckrath-Rose
Thorsten Heckrath-Rose (Bild: Rose Bikes GmbH)

Demnach sei die Situation in der Fahrrad-Branche „sehr schwierig“ gewesen. So habe sich generell der Umsatz in der Fahrrad-Branche in Europa in vielen Bereichen rückläufig entwickelt. Durch den Brexit und das schwache Pfund konnte Rose außerdem nur halb so viel Umsatz in UK machen wie zuvor.

Der Umsatz im EU-Ausland sank insgesamt um etwa 20 Prozent, während es in Deutschland ein Plus von 5,1 Prozent gab. Das wurde zwar unter anderem durch „erhebliche Investitionen“ in Online-Marketing erreicht, konnte aber dennoch nicht den Umsatzverlust im EU-Ausland auffangen.

Das Wachstum in Deutschland wäre wohl stärker ausgefallen, wenn Rose im Frühsommer 2016 nicht eine neue Warenwirtschaft eingeführt hätte. Denn hier hatte es zum Systemstart mehrere Probleme gegeben, die zu Umsatzeinbußen führten und „unerwartet hohe“ Mehraufwendungen verursachten.

Generell ist im Berichtsjahr 2016 zudem die Marge leicht gesunken, weil es für den Händler ungünstige Währungskursentwicklungen gab und dadurch die Kosten für den Wareneinsatz zugenommen haben. Aufgrund von Neueinstellungen hat sich auch der Personalaufwand leicht erhöht. Gestiegen sind zudem die Werbekosten, so dass unterm Strich ein Jahresfehlbetrag von -0,8 Mio. Euro steht. Ein Jahr zuvor hatte es einen kleinen Gewinn in Höhe von 0,7 Mio. Euro gegeben (siehe Grafik). Das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2017 will Rose aber schon wieder mit einem Plus abschließen können.

Rose Bikes Umsatz
Rose konnte seinen Umsatz diesmal nicht ausbauen (eigene Angaben in Mio. Euro)

Die Rose Bikes GmbH verkauft über stationäre Ladengeschäfte am Firmensitz Bocholt und in München, die als Multimedia-Stores konzipiert sind und Kunden unter anderem einen Einkauf über Tablet-PCs bieten. Der Online-Shop wird in 14 verschiedenen Sprachen betrieben, um neben deutschen Kunden auch Verbraucher im Ausland zu bedienen. Rose verkauft ausschließlich eigene Fahrrad-Marken, die Kunden auf Wunsch individualisieren können, indem sie zum Beispiel andere Bremsen oder Reifen wählen. Anschließend werden die Räder individuell von Rose konfiguriert und an Kunden verschickt. Um Kunden zu inspirieren, erscheint auch zwei- bis dreimal im Jahr das Print-Magazin Cycle Stories.

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Über Stephan Randler 2051 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr