Neue Stores und Services: Hier investieren Urbanara, Rewe und Thalia

von Stephan Randler

05.10.2022

 (Bild: NH-Pressebild)
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Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz

Urbanara expandiert offline

Der Online-Händler Urbanara   eröffnet einen Pop-up-Store in München. Hier finden Kunden den Online-Spezialisten für Heimtextilien und Wohn-Accessoires bis Jahresende im Einkaufszentrum Pasing Arkaden. Vor Ort gibt es eine Auswahl an Wohn-Accessoires, die Verbraucher bei Interesse dann online bestellen können. Durch den Store sollen sich Kunden zum einen von der Qualität der Produkte überzeugen. Zum anderen soll der Showroom aber auch dazu führen, dass der Online-Händler bekannter wird. "Urbanara ist und bleibt eine Digital-First-Marke", betont Wanja Oberhof, Chief Executive Officer (CEO) der Social Chain AG, zu der Urbanara seit dem Jahr 2019   gehört. "Projekte wie Pop-up-Stores stärken das Marken-Image."

Rewe testet autonomen Store

Der Lebensmittel-Händler Rewe und der Energie-Versorger EnBW haben einen vollautomatisierten Mini-Supermarkt in Betrieb genommen. Der Store liegt am Rande der Lüneburger Heide - und zwar an einer Autobahn-Raststätte bei Bispingen. Denn hier betreibt EnBW mehrere Ladestationen für E-Autos. Die Idee beim Pilotprojekt: Wer sein Auto unterwegs auflädt, soll in der Zwischenzeit beim Mini-Supermarkt kaufen.
REWE Bispingen
Bestellt wird digital (Bild: Lekkerland)
Dafür ist der Mini-Supermarkt rund um die Uhr geöffnet. Angeboten werden zwar nur 230 Produkte. Dafür aber ist das Sortiment auf Autofahrer zugeschnitten, die länger unterwegs sind und eine Ladepause einlegen müssen. Kaufen kann man daher unter anderem Snacks und Getränke. Im Angebot sind aber auch Waren für den täglichen Bedarf wie Brotaufstrich, Nudeln und Tiefkühlpizza. Diese Produkte sollen wiederum Urlauber kaufen, die sich gerade auf dem Weg nach Hause befinden und an keinem normalen Supermarkt mehr vorbeikommen - oder dort voraussichtlich erst nach Ladenschluss aufschlagen. Wer im neuen Pilot-Store einkaufen will, kann den Laden einfach betreten. Eine Zugangskontrolle gibt es nicht - auch, weil im Geschäft selbst gar keine Waren ausliegen. Denn gekauft werden die Lebensmittel an einem Touchscreen, an dem Kunden ihren Einkauf auch bargeldlos bezahlen. Aus einem Lager werden die gewünschten Waren danach über ein Förderband im Geschäft ausgegeben. Im Pilotprojekt wird ermittelt, wie Technik und Sortiment bei Kunden ankommen. Operativ steuert das Projekt die REWE-Tochter Lekkerland.

Thalia kommt nach Norderney

Der Buchhändler Thalia eröffnet im kommenden Februar ein Geschäft auf der Nordseeinsel Norderney. Dazu übernimmt der Multichannel-Händler aus Hagen die Buchhandlung Lübben, deren Inhaberin ihr Geschäft aus persönlichen Gründen schließt und an Thalia übergibt. "Der Standort Norderney ist außergewöhnlich und für uns als Unternehmen eine ganz neue Erfahrung", freut sich Dennis Book, Vertriebsdirektor bei Thalia. "Zum ersten Mal überhaupt werden wir eine Buchhandlung auf einer Insel eröffnen." Norderney zählt etwa 6.000 Einwohner und ist ein beliebtes Touristenziel für Urlauber. Auf der Nordseeinsel nutzt Thalia künftig eine Fläche von rund 400 Quadratmetern. Dafür verlässt Thalia das bisherige Ladengeschäft und eröffnet die Buchhandlung an einem anderen Standort neu. So kann vor Ort eine größere Fläche genutzt werden. Neu zum Filialnetz zählt künftig auch ein Geschäft im brandenburgischen Hennigsdorf, das Thalia bereits im November eröffnet. Auf 277 Quadratmetern Verkaufsfläche verkauft der Multichannel-Händler dann in dem Einkaufszentrum "Ziel". Hennigsdorf liegt nordwestlich von Berlin und hat ungefähr 26.000 Einwohner. Das Einkaufszentrum "Ziel" liegt in der Innenstadt und gilt als ein wichtiges Versorgungszentrum für die Region.
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