Neue Re-Commerce-Kampagne: Was Momox besser macht als reBuy

Der Gebrauchtwaren-Händler Momox wirbt in diesem Sommer wieder einmal im Fernsehen. Ab sofort ist der Spezialist für Second-Hand-Ware daher auf TV-Sendern wie RTL, VOX und RTL II zu sehen, wo verschiedene TV-Spots ausgestrahlt werden. Und im direkten Vergleich zur aktuellen TV-Offensive des direkten Wettbewerbers reBuy wirkt die Marketing-Strategie von Momox nun deutlich durchdachter.

Momox Ankauf
Das Ankaufsportal Momox (Screenshot)

Zur Erinnerung: Momox handelt mit gebrauchten Medien und Textilien, die man über das Online-Portal Momox.de von Privatpersonen ankauft. Dann wird die Ware geprüft, aufbereitet und wieder in den Verkauf gebracht.

Der Re-Commerce-Händler nutzt dazu externe Online-Marktplätze wie etwa Amazon sowie seine hauseigenen Online-Shops Medimops.de (Medien) und den auf Textilien spezialisierten Shop Ubup.com („Used but precious“). Um alle drei Online-Portale bekannter zu machen, hat der Second-Hand-Spezialist nun jeweils eigene TV-Spots konzipiert.

Los geht es mit einem Clip, der den Ankaufsservice Momox bewirbt (siehe Video unten). Das macht Sinn. Denn zum einen können die Berliner ja nur Second-Hand-Ware verkaufen, wenn Verbraucher diese zuerst bei sich zu Hause ausmisten. Zum anderen ist der Zeitpunkt momentan günstig, da die Sommermonate nach eigener Erfahrung eine ankaufsstarke Phase sind – schließlich nutzen viele Verbraucher gerade die Ferienzeit dazu, um einmal gründlich aufzuräumen und auszusortieren.

Der Momox-Clip soll verdeutlichen, wie einfach und schnell man gebrauchte Medien online zu Geld machen kann. Im Laufe der nächsten Monate folgen dann separate Spots, die jeweils die hauseigenen Online-Shops Medimops.de und Ubup bewerben. Ziel ist hier wiederum, die Markenbekanntheit dieser Second-Hand-Angebote zu erhöhen: „Wir investieren mit den neuen Spots stark in den Aufbau unserer Marken, um unabhängiger von Verkaufsplattformen zu werden“, erklärt Momox-Chef Heiner Kroke.

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Und macht es dabei besser als Wettbewerber reBuy. Dieser Anbieter wirbt momentan zwar auch mit drei TV-Spots im Fernsehen. Hier gibt es aber keine separaten Spots für den Ankaufsservice und den Second-Hand-Shop. Stattdessen werben die Berliner in allen TV-Spots damit, dass Verbraucher an sie jetzt ihre gebrauchte Elektronik verkaufen sollen, die andere Konsumenten wiederum im Anschluss als Second-Hand-Ware bestellen können. Das versteht man, wenn man das Geschäftsmodell kennt. Aus den TV-Spots allein geht das so aber nicht deutlich hervor. Eine Aussage pro Clip wäre verständlicher.

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Über Stephan Randler 2270 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr