3 Gründe: Rose Bikes erwirtschaftet den nächsten Rekord-Umsatz

Die Rose Bikes GmbH hat im vergangenen Geschäftsjahr den nächsten Rekordumsatz eingefahren. Konkret konnte der Spezialist für individuell konfigurierbare Fahrräder seinen Netto-Umsatz im Jahr 2015 erneut um 10,7 Prozent steigern und einen Gesamtwert von 77,2 Mio. Euro erreichen. Bereits im Jahr 2014 gab es ein zweistelliges Wachstum von 15,5 Prozent auf den Rekordumsatz von damals 69,7 Mio. Euro, nachdem Verbraucher ein Jahr zuvor noch wegen schlechtem Wetter ihre Fahrradkäufe verschoben hatten und bei dem Multichannel-Händler der Umsatz dadurch spürbar gesunken war.

Thorsten Heckrath-Rose
Thorsten Heckrath-Rose (Bild: Irmo Keizer)

Jetzt dagegen konnte Rose gleich aus mehreren Gründen erneut zweistellig zulegen. Zum einen hat der Fahrrad-Spezialist sein Sortiment vergrößert, indem mehr Elektronik-Produkte angeboten werden: zum Beispiel die Fahrrad-Computer und Navigationsgeräte des Herstellers Garmin.

„Insgesamt wurde außerdem eine Steigerung des Absatzes über noch stärkere Anpassung der Verkaufspreise auf marktübliches Niveau zu Lasten der Margen erzielt“, verrät Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose (siehe Foto) im Gespräch mit neuhandeln.de. Preisanpassungen gab es wiederum, weil das Fahrradgeschäft auch im vergangenen Jahr schwierig war.

So internationalisiere sich der Wettbewerb zunehmend, weil immer mehr Online-Pureplayer aus dem In- und Ausland in den deutschen Fahrradmarkt drängen. Wachsen konnte Rose daher nicht zuletzt auch, weil „erhebliche Investitionen“ in das Online-Marketing getätigt wurden.

In 2015 konnte Rose zudem erstmals ein volles Geschäftsjahr von seinem Multimedia-Store in München profitieren, der im Oktober 2014 eröffnet worden war. Seitdem können Kunden vor Ort individuelle Fahrräder an Tablet-PCs konfigurieren und in Auftrag geben. „Der Umsatzanteil inkl. Omnichannel-Effekte (Bestellung im Store, Lieferung nach Hause) lag bei rund zwei Prozent vom Gesamtergebnis, davon rund 50 Prozent mit Neukunden“, berichtet Heckrath-Rose. Ob und wieviele dieser Neukunden auch ohne Store bestellt hätten, sei zwar schwer messbar. Prinzipiell steigen bei Rose aber auch die Online-Umsätze im Großraum München, seit man dort vor Ort vertreten ist. Das dürfte wiederum daran liegen, dass der Store durch seine Präsenz die Marke „Rose“ zunehmend bekannter macht.

Rose Bikes Umsatz
Rose konnte 2015 seinen Rekordumsatz erneut toppen (Bild: eigene Grafik)

Unterm Strich steht im Geschäftsjahr 2015 ein Jahresüberschuss von 0,7 Mio. Euro und damit ein Wert, der etwas unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Zwar hatten Preisanpassungen die Marge reduziert und Gehaltsanpassungen und Mehrarbeit den Personalaufwand erhöht. Dafür aber konnte Rose wiederum innerhalb der sonstigen Aufwendungen einige Kosteneinsparungen erreichen.

Die Rose Bikes GmbH verkauft über stationäre Ladengeschäfte am Firmensitz Bocholt und in München. Der Online-Shop wird in 15 verschiedenen Sprachversionen betrieben, um neben deutschen Kunden auch Verbraucher im Ausland zu bedienen. Rose verkauft ausschließlich eigene Fahrrad-Marken, die Kunden auf Wunsch individualisieren können, indem sie zum Beispiel andere Bremsen oder Reifen wählen. Anschließend werden die Räder individuell von Rose konfiguriert und an Kunden verschickt.

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Über Stephan Randler 2217 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr