Marktplatz-Offensive: Spreadshirt jetzt bei Rakuten.de

Das hatte sich angedeutet: Nachdem Spreadshirt seit drei Monaten auf dem Online-Marktplatz Rakuten in den USA verkauft, ist der Spezialist für individuell bedruckte Textilien nun auch auf dem deutschen Ableger aktiv. Konkret finden Kunden das Spreadshirt-Sortiment nun online auf spreadshirt.rakuten-shop.de, womit die Leipziger ihre Marktplatz-Offensive fortsetzen.

Spreadshirt bei Rakuten.deSpreadshirt verkauft bei Rakuten ausgewählte Bestseller (Bild: Screenshot)

Mit der neuen Präsenz bei Rakuten Deutschland ist Spreadshirt nun schon auf insgesamt acht verschiedenen Online-Marktplätzen aktiv. Konkret verkaufen die Leipziger ihre Textilien derzeit bei Amazon (Ländermärkte: Deutschland, Frankreich, UK und USA) sowie eBay (Deutschland, USA) und eben Rakuten (Deutschland, USA). Mit den beiden Rakuten-Shops und dem Store bei eBay Deutschland wurden von den acht Angeboten drei Stores erst in diesem Jahr eröffnet.

Spreadshirt investiert generell in das Marktplatz-Geschäft, um neue Kunden zu erreichen und das Wachstum zu schüren. Zur Erinnerung: Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der weltweite Netto-Umsatz bei knapp 72 Mio. Euro stagniert, obwohl Spreadshirt unter anderem mit Spots im Fernsehen geworben hatte und den eigenen Shop für mobile Endgeräte optimieren ließ.

Der Umsatz war dennoch nur minimal von 71,86 Mio. auf 71,95 Mio. Euro angestiegen – was den Verdacht nahe legt, dass Spreadshirt bei seinen bestehenden Vertriebskanälen vielleicht schon eine Sättigung erreicht hat. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, neue Kunden über zusätzliche Vertriebskanäle im Internet wie den neuen Rakuten-Shop anzusprechen – auch wenn dort Spreadshirt einmal mehr seine eigentlichen Stärken gar nicht richtig ausspielt.

Denn bei Rakuten verkauft Spreadshirt ausschließlich Produkte mit vorgegebenen Designs – wie es auch bei den sieben anderen Marktplätzen üblich ist. Das Alleinstellungsmerkmal von Spreadshirt ist aber eigentlich, dass man bei den Leipzigern individuelle Bekleidung fertigen lassen kann (Motto: „T-Shirts bedrucken & designen“). Personalisierte Produkte lassen sich aber weiter nur direkt bei Spreadshirt.de bestellen, auf Online-Marktplätzen dagegen nicht.

Kurioserweise scheint es sich für Spreadshirt aber auszuzahlen, bei Amazon & Co. auf eigene Stärken zu verzichten. So würden Nutzer von Online-Marktplätzen in erster Linie interessante Produkte zu guten Preisen suchen. Mass Customization spiele eine untergeordnete Rolle.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. Über 2.245 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen bereits den Newsletter – hier geht es zum Abo.

Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr