„Logischer Schritt“: Marktplatz-Experte von Klingel macht sich selbstständig

Wer seine Produkte über Online-Marktplätze wie Amazon.de verkaufen möchte, kann sich dabei jetzt von der Beratungsfirma Concept K. unterstützen lassen. Geführt wird diese von Holger Kolbinger, der bis vor kurzem das Marktplatz-Geschäft der Klingel-Gruppe geleitet hat. Nach dem Aus des Klingel-Konzerns hat sich der 51-Jährige selbstständig gemacht und will mit seiner Marktplatz-Expertise nun bei anderen Firmen punkten.

Holger Kolbinger
Holger Kolbinger (Bild: Concept K.)

Für Kolbinger (siehe Foto links) ist die Selbstständigkeit der „nächste logische Schritt“ in seiner Karriere. „Ich kenne die Herausforderungen und Details bei der Implementierung des Marktplatz-Geschäfts“, verspricht er. „Gleichzeitig haben viele Unternehmen ein Interesse daran, im Marktplatzsektor erfolgreich aktiv zu werden und dabei schnelle und professionelle Unterstützung zu erhalten.“

Bei Klingel hatte Kolbinger zuletzt das Third-Party-Business geführt. Insgesamt war er sieben Jahre bei den Pforzheimern und hatte seit 2016 das Marktplatz-Geschäft aufgebaut. Zuvor hatte er zudem für Breuninger und Heine gearbeitet.

Sortimente der Klingel-Gruppe hat Kolbinger mit seinem Team allein im vergangenen Jahr auf 15 Online-Marktplätze gebracht. Angeboten wurden diese damit sowohl auf Online-Portalen in der DACH-Region als auch auf Internet-Marktplätzen in Holland und Belgien. Passend dazu will Kolbinger als selbstständiger Berater anderen Händlern, Marken und Herstellern helfen, passende Marktplätze für ihre E-Commerce-Strategie zu finden und über neue Vertriebskanäle zu verkaufen. So sollen sich Unternehmen nicht nur weitere Umsatz- und Gewinnpotenziale erschließen, sondern auch neue Länder und neue Zielgruppen.

Neue Länder, neue Zielgruppen

Dass Kolbinger gerade jetzt mit seinem Business startet, ist kein Zufall. Denn Ende Januar 2024 hat der Klingel-Konzern seine Online-Shops eingestellt. Schließlich befindet sich seit Mai 2023 mit der „K – Mail Order GmbH & Co. KG“ die Hauptgesellschaft der gesamten Klingel-Gruppe im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Ende August 2023 hatten die Pforzheimer erklärt, dass für die Gruppe kein Investor gefunden wurde und deshalb der Betrieb im Januar 2024 eingestellt wird. Dabei hieß es damals auch, dass Gespräche mit Investoren laufen, die einzelne Marken übernehmen und dann unter eigener Regie fortführen wollen. Welche Marken bisher übernommen wurden, zeigt die Tabelle in diesem Artikel auf.

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