„Erfolg in Deutschland ermutigt“: Home24 startet Marktplatz in weiteren Ländern

Im Sommer hat der Möbel-Händler Home24 seinen deutschen Shop um einen Marktplatz erweitert. Seitdem können daher externe Händler ihre Produkte bei Home24.de listen und verkaufen. Bereits zum Start hieß es, dass Home24 seinen Marktplatz im Jahresverlauf in weiteren Ländern in Europa ausrollen will. Schließlich verkaufen die Berliner an Verbraucher in sieben Ländern in Europa über landesspezifische Online-Shops.

Marc Appelhoff
CEO Marc Appelhoff (Bild: Home24 SE)

Jetzt steht fest, in welche Länder-Shops der Marktplatz als Nächstes integriert wird. Demnach soll der Marktplatz im vierten Quartal 2022 auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz starten. „Der Erfolg des kuratierten Marktplatzes in Deutschland hat uns ermutigt, das Konzept nun zügig in weitere europäische Länder zu übertragen“, erklärt Marc Appelhoff (siehe Foto), CEO von Home24.

Kuratiert ist das Angebot, weil nicht jeder Händler einfach von sich aus auf dem Marktplatz loslegen kann. Wer online bei Home24 verkaufen will, muss sich für die Teilnahme am Marktplatz zunächst bewerben und freischalten lassen.

Gesucht werden prinzipiell Partner, deren Angebot das Sortiment von Home24 sinnvoll erweitert. Mögliche Partner sind unter anderem Anbieter von Accessoires und Wohntextilien. Handelspartner müssen zusätzlich verschiedene organisatorische Kriterien erfüllen, um bei Home24 gelistet zu werden. Eine Voraussetzung ist zum Beispiel, dass Handelspartner auch einen Kundenservice in der Landessprache des jeweiligen Online-Shops anbieten. Wer daher über den französischen Online-Shop von Home24 verkaufen will, muss auch einen Support auf Französisch leisten. So will Home24 allen Käufern eine gute Nutzererfahrung bieten.

Jede siebte Bestellung enthält Partner-Produkt

Wer ins Portfolio aufgenommen wird, zahlt eine monatliche Gebühr von 39 Euro netto. Diese wird neuen Händlern in den ersten drei Monaten erlassen. Dazu wird eine Provision von 15 Prozent fällig, wenn ein Artikel verkauft wird. Händler können auf jedes Produkt ein Angebot schalten, es wird aber immer nur ein Angebot ausgespielt – das preiswerteste. Dadurch wird jeder Artikel online immer nur einmal angeboten.

Beim Online-Marktplatz von Home24 schließen Kunden den Vertrag direkt mit dem Partner, wenn sie bei einem externen Anbieter bestellen. Logistik, Service und Rechnungsabwicklung übernehmen die Händler selbst. Auf Artikelseiten wird vermerkt, durch welchen Händler der jeweilige Artikel verkauft und verschickt wird. Händler können selbst entscheiden, ob sie Versandkosten berechnen oder das Porto übernehmen.

Home24 Marktplatz
40 Prozent der Produkte im deutschen Shop stammen von Partnern (Grafik: Home24)

Mit dem Marktplatz will Home24 zügig Lücken im Sortiment schließen und sein Angebot ausbauen, ohne eigene Lagerbestände aufzubauen. Mit dem zusätzlichen Angebot hat der Möbel-Versender in Deutschland sein Online-Sortiment bereits um mehr als 100.000 Produkte von rund 100 Händlern erweitert (siehe Grafik).

Zum Vergleich: Home24 vertreibt selbst nach eigenen Angaben aktuell rund 150.000 Artikel. Damit stammt aktuell also schon jedes dritte Produkt von einem externen Anbieter. Schon nach wenigen Wochen enthält zudem nach eigenen Angaben jede siebte Bestellung bei Home24.de einen Artikel aus dem Marktplatz.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.