„Höchster Umsatz der Geschichte“: Baur-Gruppe wächst zweistellig

Die Baur-Gruppe wird das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende: 28. Februar) mit einem Netto-Umsatz von voraussichtlich 740 Mio. Euro abschließen können. Das hat Geschäftsführer Albert Klein gestern Abend auf dem Neujahrsempfang der Otto-Tochter verraten, der traditionell zu Jahresbeginn auf dem Kloster Banz (bei Bamberg) abgehalten wird. Demnach kann die Baur-Gruppe nicht nur ein zweistelliges Wachstum von rund zwölf Prozent verbuchen und so die Umsatzziele „überflügeln“.

Albert Klein Baur
Albert Klein (Bild: Baur-Gruppe)

Geschäftsführer Klein freut sich außerdem über den „höchsten Umsatz der bisherigen Baur-Geschichte“. Das ist für die Otto-Tochter nicht zuletzt auch erfreulich, da ein Jahr zuvor noch die Umsatzziele verfehlt wurden. Damals hatten unter anderem beim Baur-Versand ein „aggressiver Wettbewerb“ und eine „schwache Textilkonjunktur“ das Geschäft erschwert.

Nun profitiert man bei Baur davon, dass die „Vision 2025“ umgesetzt wird. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Frühjahr das Sortiment an Mode und Möbeln auf Baur.de um die zusätzliche Kategorie „Lifestyle“ erweitert.

Hier werden Kunden über redaktionelle Inhalte zu Online-Käufen inspiriert, indem zum Beispiel bei Ernährungstipps passende Produkte wie Fitnessgeräte platziert werden. Dadurch entwickle sich Baur als Online-Händler zu einem exzellenten Zielgruppen-Spezialisten für die Frau von Anfang 40 bis Mitte 50. Generell habe zudem in Deutschland der private Konsum angezogen, was Baur „zusätzlichen Rückenwind“ verschafft habe. Unterm Strich steht so ein Umsatzplus von fünf Prozent für 2017/18.

Wachstum gibt es aber nicht nur bei der Kernmarke „Baur“, sondern auch beim Service-Geschäft, wo die Gruppe über die Baur Fulfillment Solutions GmbH unter anderem Logistik- und Kundenservice-Leistungen für Dritte erbringt. Gut entwickelt sich auch die österreichische Unito-Gruppe, die ebenfalls zur Baur-Gruppe gehört. Hier resultiert das Wachstum unter anderem aus dem Geschäft der Händler-Marke „Quelle“, die sich „sensationell entwickelt„: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 konnte Quelle über alle Ländermärkte (DACH) um zehn Prozent zulegen und damit „doppelt so stark wie der Markt“ wachsen. Dabei profitiert man davon, dass Kunden generell immer mehr Käufe ins Netz verlagern und Quelle mit Services wie Gerätemitnahme und 24-Stunden-Lieferung punkten könne.

Neben dem Umsatz der Baur-Gruppe entwickelt sich auch das Ergebnis positiv. Laut Klein schreiben alle Geschäftsbereiche schwarze Zahlen, der Konzern erwirtschafte eine Umsatzrendite von fünf Prozent.

Zur Baur-Gruppe zählen neben dem Baur-Versand und dem Schuh-Anbieter I’m Walking obendrein Dienstleister wie die auf Logistik-Dienstleistungen spezialisierte Baur Fulfillment Solutions GmbH und die E-Commerce-Agentur Empiriecom. Zur Gruppe gehört außerdem noch die österreichische Unito-Gruppe, die ebenfalls mit verschiedenen Versendermarken im Handel aktiv ist (Marken: UniversalOtto ÖsterreichQuelleAckermann und Alpenwelt) und Service- und Logistik-Dienstleistungen anbietet.

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