Hawesko-Gruppe: Versandumsatz sinkt nur noch leicht

Auch im zweiten Quartal 2015 musste der Handelskonzern Hawesko bei seiner Versandsparte einen Umsatzrückgang verbuchen. Konkret sank der Netto-Umsatz im Versandhandel aber nur noch um 0,2 Prozent auf 34,0 Mio. Euro. Diesen Rückgang dürfte der Konzern aber nicht nur verschmerzen können, weil das Minus minimal ist. Denn bei einem Vergleich mit dem Vorjahr muss man auch berücksichtigen, dass die Messlatte damals von Hasweko hoch gelegt wurde.

Hawesko.deBei der Marke Hawesko gab es zuletzt ein großes Jubiläum (Bild: Screenshot)

Zur Erinnerung: Im vergangenen Geschäftsjahr war der Umsatz der Versandsparte um über fünf Prozent auf 157,3 Mio. Euro gestiegen, was unter anderem an dem Jubiläumsjahr der Versendermarke „Hawesko“ lag. 2014 konnte das „Hanseatische Wein & Sekt Kontor“ nämlich sein 50-jähriges Firmenjubiläum feiern, was damals über Print-Anzeigen und Online-Marketing beworben wurde. Nach solchen Jubiläen geht im Versandhandel schnell einmal der Umsatz ein wenig zurück, wenn über Geburtstagsaktionen viele Kunden zuvor zum Kauf bewegt wurden.

Das Mini-Minus von 0,2 Prozent im zweiten Quartal 2015 ist außerdem auch eine spürbare Verbesserung zum ersten Quartal 2015, als der Versandumsatz um 3,1 Prozent nachgab.

Umsätze: Hawesko.de verliert, Wein & Vinos und Carl Tesdorpf gewinnen

Damals wie heute konnten – trotz einem Minus bei der gesamten Versandsparte – einzelne Händler durchaus zulegen. So gab es im zweiten Quartal 2015 beispielsweise Zuwächse für den Spanienwein-Spezialisten Wein & Vinos und bei dem auf exklusive Weine spezialisierten Händler Carl Tesdorpf, die neben der Hawesko GmbH noch zur Versandsparte gehören und bereits im ersten Quartal 2015 deutlich zulegen konnten. Weil deren Umsätze aber trotz der positiven Entwicklung nach wie vor deutlich geringer ausfallen als bei der Kernmarke Hawesko, konnten diese Zuwächse noch nicht den Rückgang beim Kerngeschäft kompensieren.

Zum Vergleich: Von den 157,3 Mio. Euro Versandhandelsumsatz aus dem gesamten Vorjahr wurden 39,8 Mio. Euro über Wein & Vinos erzielt, während Carl Tesdorpf auf 9,5 Mio. Euro kam und die Wine Company neun Mio. Euro umsetzen konnte. Addiert man die Umsätze dieser drei Versendermarken, so kommen sie insgesamt auf 58,3 Mio. Euro. Für die Kernmarke „Hawesko“ verbleiben damit rund 99 Mio. Euro und damit der Löwenanteil bei dem Versandgeschäft.

Positiv entwickelt hat sich bei der Versandsparte wiederum das Ergebnis (EBIT), das sich von zuvor 0,8 Mio. Euro auf nun 2,0 Mio. Euro mehr als verdoppelt hat. Als Grund nennt man eine Steigerung der Profitabilität bei der Kernmarke Hawesko und Wein & Vinos, ohne dass der Konzern dazu auch auf Nachfrage bis Redaktionsschluss konkrete Details verraten hat.

Neben dem Versandgeschäft ist der Hawesko-Konzern noch im stationären Einzelhandel aktiv (Marke: Jaques‘ Wein-Depot) sowie im Großhandel. Der gesamte Konzernumsatz betrug dabei 111,5 Mio. Euro im zweiten Quartal 2015 und lag damit auf Vorjahresniveau (+0,4 Prozent). Das EBIT des Konzerns hat sich von 3,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,8 Mio. Euro verbessert.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.