„Hatten höhere Umsatzziele“: Windeln.de verschiebt Break-even-Ziel

Der deutsche Windeln.de-Konzern hat sein ursprüngliches Break-even-Ziel verfehlt. Denn an sich war ja geplant gewesen, Anfang 2020 die Gewinnschwelle beim bereinigten EBIT zu erreichen. Nun dagegen will der Spezial-Versender den Break-even ein Jahr später erreichen – und zwar im ersten Quartal 2021.

Matthias Peuckert
Matthias Peuckert (Bild: Windeln.de SE)

Der Hintergrund ist, dass die Umsätze im chinesischen Markt im vergangenen Geschäftsjahr 2019 schwächer ausgefallen sind als geplant – und es damit in der Folge einen niedrigeren Aufsatzpunkt für 2020 gebe. Daher müsse das „avisierte Ziel“ (Break-even) auf das erste Quartal 2021 verschoben werden.

„Auf der Umsatzseite hatten wir für 2019 höhere Umsatzziele“, verdeutlicht Matthias Peuckert, Chief Executive Officer (CEO) beim Konzern. „Wir sind aber zuversichtlich, in 2020 in China zu wachsen und damit den Break-even auf Basis des bereinigten EBIT bis zum ersten Quartal 2021 zu erzielen.“

Überraschend kommt es nicht, dass Windeln.de sein Break-even-Ziel verschiebt. Denn bereits vor ein paar Monaten hatte es ja geheißen, das Ziel hänge „von der finanziellen Entwicklung in Q4/2019“ ab.

Nach vorläufigen Zahlen wird der Konzern einen Netto-Umsatz zwischen 82,3 Mio. Euro und 82,5 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019 verbuchen können – ein starker Rückgang zum Vorjahr (2018: 104,8 Mio. Euro). Das Geschäft in China habe dabei zwar im vierten Quartal 2019 zugelegt, sei dabei jedoch unter den ursprünglichen Zielen des Konzerns geblieben. Als Hintergrund nennt Windeln.de unter anderem, dass ein zweites Zolllager in China später eröffnet wurde als ursprünglich geplant war.

Verbessert hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2019 dennoch das bereinigte EBIT, wo sich nach den vorläufigen Zahlen der Verlust auf -13,9 Mio. Euro bis -13,6 Mio. Euro reduziert habe (2018: -18,5 Mio. Euro). Für das laufende Geschäftsjahr 2020 erwartet Windeln.de ein zweistelliges Umsatzwachstum, das auch durch verschiedene Vertriebskooperationen in China erreicht werden soll. Geplant ist außerdem eine „deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT“. Erreicht werden soll dieses Ziel jetzt unter anderem durch einen Umzug des Zentrallagers in Deutschland sowie das Outsourcing der Shop-Plattform.

Die finalen Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht Windeln.de am 18. März 2020.

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Über Stephan Randler 2353 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr