Halbjahresbilanz von Zooplus: Umsatz hoch, Ergebnis runter

Die Zooplus AG hat das erste Halbjahr 2018 mit einem Netto-Umsatz von 643 Mio. Euro abgeschlossen. In den Büchern steht damit ein Wachstum von 24 Prozent, nachdem der Spezialversender vor einem Jahr erst auf 517 Mio. Euro gekommen war. Bereits im ersten Quartal 2018 konnte Zooplus zweistellig zulegen, was durch ein starkes Eigenmarken-Geschäft und mehr Marketing-Spendings erreicht wurde.

Zooplus Cornelius Patt
Cornelius Patt (Bild: Zooplus AG)

Diese Faktoren haben auch das Geschäft im gesamten ersten Halbjahr 2018 geprägt. Überproportional zugelegt hat so in den ersten sechs Monaten des laufenden Finanzjahres das Geschäft mit Eigenmarken für Futter und Streu, wo Zooplus ein Wachstum von 37 Prozent verbuchen konnte. Weil mehr in Werbung investiert wurde, ist zudem die Zahl der registrierten Neukunden um 16 Prozent angestiegen.

„Im ersten Halbjahr 2018 haben wir unseren Wachstumskurs fortgesetzt“, freut sich daher Cornelius Patt, Vorstandsvorsitzender der Zooplus AG.

Denn beim Geschäft profitiert Zooplus zudem von Stammkunden, die immer wieder bei Zooplus ihren Tierbedarf bestellen. Generell gab es zweistellige Wachstumsraten in allen 30 Ländermärkten in Europa, in denen Zooplus aktiv ist. Hier profitiert der Online-Händler nach eigenen Angaben zudem davon, dass sich generell die Nachfrage aus dem stationären Handel in den Online-Handel verlagert.

Während sich der Umsatz aber nun verbessert hat, sieht es beim Ergebnis anders aus. So gibt es beim Ergebnis vor Steuern (EBT) im ersten Halbjahr 2018 einen Verlust von -9,2 Mio. Euro, nachdem Zooplus hier vor einem Jahr noch ein Plus verbuchen konnte (H1/2017: +5,1 Mio. Euro). Für den Rückgang gibt es mehrere Gründe. So hat sich die Rohmarge (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) von 28,5 Prozent (H1/2017) auf 27,7 Prozent (H1/2018) reduziert, was Zooplus im aktuellen Halbjahresbericht mit einem „weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Umfeld“ und Preiserhöhungen der Lieferanten begründet.

Gestiegen sind wiederum die Aufwendungen für die Warenabgabe und das Marketing. Bei der Logistik gab es Anlaufkosten, weil im zweiten Quartal 2018 im Versandzentrum in Coventry (UK) zusätzliche Logistikkapazitäten in Betrieb genommen wurden. Die Werbekosten haben sich wiederum erhöht, weil der Spezialversender seit dem vergangenen Herbst stärker in die Neukunden-Akquise investiert.

Zooplus wurde bereits im Jahr 1999 gegründet und ist mit seiner Kernmarke europaweit in 30 Ländern vertreten. Der Konzern ist außerdem mit seiner Discount-Marke Bitiba parallel in 14 Ländern aktiv.

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Über Stephan Randler 2051 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr