„Fokus auf eine Marke“: Saturn hat in Österreich keine Zukunft mehr

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Die MediaMarktSaturn-Gruppe verabschiedet sich von ihrer Zwei-Marken-Strategie. Das ist zumindest jetzt in Österreich der Fall. Denn in der Alpenrepublik verschwindet die Vertriebsmarke Saturn zum 01. Oktober vom Markt und der Handelskonzern verkauft dann nur noch unter dem Banner MediaMarkt.

Saturn Card
Saturn-Markt (Bild: MediaMarktSaturn)

Vor diesem Hintergrund werden die bestehenden Saturn-Märkte in Kürze einem Re-Branding unterzogen und künftig unter der Marke „MediaMarkt“ geführt. Los geht dieser Prozess bereits in wenigen Wochen Anfang August.

Mit diesem Schritt will die Gruppe in Österreich das Geschäft von MediaMarkt ausbauen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern. „Diese Ein-Marken-Strategie garantiert Synergien sowie schlankere Prozesse und effizientere Strukturen“, argumentiert stellvertretend Csongor Nemet, Chief Executive Officer (CEO) von MediaMarktSaturn in Österreich.

Mit dieser Begründung könnte sich der Konzern prinzipiell ja auch in Deutschland künftig auf nur noch eine einzige Vertriebsmarke konzentrieren. So ein Schritt ist hierzulande aber trotzdem nicht geplant.

Denn in Deutschland hält MediaMarktSaturn an seiner Zwei-Marken-Strategie fest, wie ein Sprecher des Konzerns auf Nachfrage von neuhandeln.de betont. Beide Marken wären hierzulande „flächendeckend als bekannte und führende Marken im Markt für Consumer Electronics vertreten“ und würden „hohes Vertrauen bei Kunden“ genießen. In Deutschland setze der Konzern daher weiter auf die Marke Saturn.

In Österreich sind allerdings auch die Voraussetzungen anders. So gibt es in der Alpenrepublik aktuell 37 Standorte von „MediaMarkt“, aber nur 15 Märkte von „Saturn“. Zum Vergleich: Hierzulande gibt es zur Zeit etwas mehr als 270 MediaMarkt-Märkte und dazu über 150 Saturn-Märkte – zehnmal so viele Saturn-Standorte wie in Österreich. Auch deshalb sei die Vertriebsmarke „MediaMarkt“ in Österreich „bekannter und präsenter“ als Saturn und eine Ein-Marken-Strategie hier deswegen sinnvoll. „Mit dem Fokus auf eine Marke investieren wir in die Zukunft“, argumentiert jetzt auch Österreich-Chef Nemet.

Bereits vor Jahren gab es Berichte, nach denen die Marke „Saturn“ in Deutschland auf dem Prüfstand stehen soll. Auf Nachfrage von neuhandeln.de hatte die Gruppe aber bereits damals betont, dass die Zwei-Marken-Strategie der „richtige Weg“ sei und der Konzern bislang damit „sehr gut gefahren“ sei.

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Über Stephan Randler 2910 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.