Filial-Expansion: Mister Spex hat noch lange nicht genug

Der Online-Optiker Mister Spex setzt zunehmend auf den stationären Einzelhandel. Nachdem die Berliner zuletzt ihre Kooperation mit lokalen Optikern ausgebaut haben, eröffnet Mister Spex nun aber wieder einmal eine eigene Filiale. Diese befindet sich im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach, wodurch der Online-Optiker nun erstmals in Hessen aufschlägt. Und das ist alles andere als Zufall.

Mister Spex Store
Der Store in Sulzbach (Bild: Mister Spex)

Denn generell zielt die Filial-Expansion von der Mister Spex GmbH darauf ab, neue Läden in hochfrequenten Top-Lagen zu eröffnen. Dabei bevorzugen die Berliner nicht zuletzt Standorte in Shopping-Centern – wie es nun auch bei dem ersten Geschäft in der Rhein-Main-Region der Fall ist.

„Das Main-Taunus-Zentrum ist eines der größten Einkaufszentren in Deutschland“, freut sich Jens Peter Klatt, Vice President Multichannel bei Mister Spex. „Es liegt zudem zentral und ist bequem von Wiesbaden, Mainz sowie Frankfurt aus erreichbar.“

Durch die Neueröffnung kommen die Berliner nun schon auf sieben eigene Ladengeschäfte. Zwei davon befinden sich in Berlin, ein weiteres Geschäft in Bremen und die übrigen drei Stores in Nordrhein-Westfalen (Standorte: Bochum und Oberhausen sowie Dortmund). Denn prinzipiell gehöre eine „konsequente Verknüpfung von On- und Offline“ zur Vertriebsphilosophie von Mister Spex.

In den eigenen Geschäften können Kunden einen Sehtest machen, bevor sie eine Brille kaufen – oder eine Brille anpassen lassen, die sie zuvor online bei Mister Spex bestellt haben. Dazu gibt es vor Ort eine Auswahl an Brillen und Sonnenbrillen, die allerdings kleiner ausfällt als im Online-Shop. So gibt es zum Beispiel in Sulzbach auf einer Verkaufsfläche von 108 Quadratmetern zwar mehr als 1.000 Brillen und Sonnenbrillen. Im Online-Shop der Berliner finden Kunden aber über 9.000 Modelle von 70 Marken.

Bei seiner Multichannel-Strategie kooperiert Mister Spex zudem mit 500 Partner-Optikern. Auch hier können Verbraucher einen Sehtest oder eine Brillenanpassung buchen, der Partner erhält dafür eine Vergütung. Auch wenn der Online-Optiker solche Services vor Ort nun verstärkt selbst anbietet, werten Partner die Filial-Expansion der Berliner als positiv. Verständlich: Wenn Mister Spex vor Ort präsenter ist und seine Markenbekanntheit steigert, kann auch die Nachfrage nach Online-Bestellungen steigen – wodurch es wiederum mehr für Partner-Optiker zu tun gibt. Das Partner-Modell wurde daher erst in Schweden eingeführt, nachdem Mister Spex hierzulande seit 2011 mit lokalen Optikern kooperiert.

Bei sieben eigenen Stores soll es übrigens nicht bleiben. Denn allein in diesem Quartal sind neben der Neueröffnung im Main-Taunus-Zentrum drei zusätzliche Stores geplant, wie die Berliner verraten.

Mister Spex betreibt Online-Shops der gleichnamigen Marke für Kunden in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und UK. Im Juli 2013 übernahm der Online-Optiker die schwedischen Online-Shops Lensstore und Loveyewear, die vor zwei Jahren in „Mister Spex“ umbenannt wurden. Zum Netzwerk gehört zudem der norwegische Kontaktlinsen-Shop Lensit.

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