„Der nächste logische Schritt“: Spreadshirt verkauft jetzt Poster

In erster Linie ist der Mass-Customization-Spezialist Spreadshirt dafür bekannt, T-Shirts zu bedrucken. Jetzt erweitern die Leipziger ihr Sortiment erneut, nachdem Verbraucher auch schon Tassen, Mützen und Handy-Hüllen mit eigenen Designs oder vorgefertigten Motiven von Designern versehen können.

Spreadshirt Wandbilder
Die neuen Wandbilder (Bild: Screenshot)

Frisch im Angebot sind daher nun Wandbilder (siehe Screenshot links). Mit dieser zusätzlichen Kategorie wollen sich die Leipziger zum einen den Markt für Wand-Dekoration erschließen. Zum anderen will man Designern eine zusätzliche Option bieten, um ihre Motive bei Spreadshirt zu vermarkten.

Schließlich können Designer bei Spreadshirt ja ihre Motive hinterlegen, die Nutzer anschließend auf ihre T-Shirts drucken lassen können. Bei jedem verkauften Design erhalten die Kreativen einen Betrag, den sie vorab selbst festsetzen können (meist beträgt dieser zwei bis drei Euro).

Durch die zusätzlichen Wandbilder können Designer jetzt auch dann an ihren Motiven verdienen, wenn Kunden ausnahmsweise einmal keine T-Shirts, Tassen oder Mützen kaufen wollen. „Mit dem neuen Angebot macht Spreadshirt einen großen Schritt nach vorn“, freut sich daher auch Hugo Smoter, der seit Sommer 2016 als „Chief Commercial Officer“ (CCO) das Management-Team verstärkt. „Poster und Wanddrucke sind der nächste logische Schritt, um das Angebot auf unserem Marktplatz zu ergänzen.“

In der aktuellen Form ist das Angebot aber noch ausbaufähig. Denn Kunden können zwar Poster mit vorgefertigten Motiven von Designern aus der Spreadshirt-Community kaufen. Nicht möglich ist aber, individuelle Poster selbst zu gestalten – wie man es bei T-Shirts von Spreadshirt kennt, die jeder Nutzer mit eigenen Designs versehen kann. Das Geschäft mit individuellen Wandbildern überlässt man damit Anbietern wie PosterXXL.de, wo Kunden eigene Fotos als Wandbilder anfertigen lassen können.

Das kann sich allerdings noch ändern. So will Spreadshirt aktuell zwar zunächst seinen Designern die Möglichkeit geben, ihre Designs aufs Papier zu bringen. Das Poster-Geschäft werde aber ausgebaut.

Spreadshirt wurde 2002 gegründet. Über die Online-Shops können Verbraucher individuelle Produkte anfertigen, indem sie eigene Designs gestalten oder Designs aus einer Online-Community verwenden. Individuell bedruckt werden unter anderem T-Shirts, Tassen, Mützen und Handy-Hüllen. Der deutsche Mass-Customization-Spezialist Spreadshirt hat im vorletzten Geschäftsjahr 2016 einen Netto-Umsatz von weltweit 93 Mio. Euro eingefahren, für das vergangene Jahr liegen noch keine Zahlen vor.

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Über Stephan Randler 2149 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr