Deichmann-Bilanz: „Mit Online-Shops und Omnichannel auf dem richtigen Weg“

Die Deichmann-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem Brutto-Umsatz von 5,8 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit konnte der Schuh-Händler seinen weltweiten Brutto-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent erhöhen. Wachsen konnte die Gruppe dabei zum einen, weil neue Filialen und Online-Shops eröffnet wurden. So gab es Ende 2017 insgesamt 3.989 Filialen sowie 36 Online-Shops, nachdem es ein Jahr zuvor weltweit 3.857 Geschäfte und 29 Online-Shops in der Gruppe waren.

Deichmann Omnichannel
Ein Bestell-Terminal im Laden (Bild: Deichmann)

Doch auch flächenbereinigt gibt es mit einem Plus von 2,8 Prozent jetzt ein spürbares Wachstum. Zum einen hätten die Kollektionen „den Geschmack der Kunden getroffen“. Zum anderen habe ein „günstiger Wetterverlauf“ mit Schnee im Dezember das Geschäft mit Saisonware befeuert.

Generell profitiere Deichmann zudem davon, dass erneut das Multichannel-Konzept ausgebaut wurde. „Mit unseren Online-Shops und mit Omnichannel sind wir auf dem richtigen Weg“, freut sich Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann-Gruppe.

So habe es sich ausgezahlt, das stationäre Geschäft mit dem Online-Handel besser zu verzahnen. Zur Erinnerung: Unter dem Motto „Ship to Home“ können Kunden bereits seit einigen Jahren in einer Filiale solche Artikel bestellen, die vor Ort nicht vorrätig sind (siehe Foto). Anschließend wird die Ware zum Kunden nach Hause geliefert. Dieser Service ist im vergangenen Jahr weiter ausgebaut worden.

Während Deichmann zum Start nur Artikel aus dem Zentrallager ordern konnte, können Filialen bei Bestellungen vor Ort nun auch auf den Bestand aller weiteren Geschäfte zugreifen. „Wir bieten Kunden eine Kombination aus modernem Online-Shop und einem landesweit flächendeckenden Filialnetz“, betont Deichmann. „Dieses Modell macht uns einzigartig und hebt uns von der Konkurrenz ab.“

Im vergangenen Jahr war die Deichmann-Gruppe in 25 europäischen Ländern und den USA aktiv. Zu den Marken der Gruppe gehören unter anderem die Kernmarke „Deichmann“ sowie van Haren (Holland und Belgien) als auch Rack Room Shoes (USA) und Elefanten (Kinderschuhe). In Deutschland gehört zudem die Schuhmarke „Roland“ zur Gruppe, die zudem mit der Marke „MyShoes“ in der DACH-Region vertreten ist. 60 Prozent vom Umsatz macht die Gruppe im Ausland, Deutschland ist der größte Markt.

In Deutschland betrieb die Gruppe im vergangenen Jahr 1.463 Filialen. Das sind 39 mehr als im Vorjahr. Der Brutto-Umsatz stieg um 5,1 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro, flächenbereinigt gab es drei Prozent Plus.

Zum Ergebnis macht Deichmann keine konkreten Angaben, die Ertragslage sei nach wie vor erfreulich.

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Über Stephan Randler 2147 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr