Nach Mini-Plus und Corona-Delle: Bonprix steigert Umsatz zweistellig

Der Mode-Versender Bonprix hat ein zweistelliges Wachstum erreicht im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22, das am 28. Februar 2022 beendet wurde. Konkret konnte die Otto-Tochter ihren weltweiten Netto-Umsatz um zehn Prozent erhöhen und dadurch jetzt einen Wert von 1,94 Mrd. Euro erreichen.

Kai Heck
Finanz-Chef Kai Heck (Bild: Bonprix)

„Die Geschäftsentwicklung und das zweistellige Umsatzplus sind für uns ein großer Erfolg“, freut sich stellvertretend Geschäftsführer Kai Heck (siehe Foto), der bei Bonprix für die Finanzen verantwortlich ist. Nachvollziehbar. Denn im Jahr zuvor sah es beim Mode-Spezialisten ja noch anders aus.

Denn im vorletzten Geschäftsjahr 2020/21 konnte die Otto-Tochter lediglich ein Mini-Plus von 1,4 Prozent erreichen, in den ersten sechs Monaten hatte es sogar einen Umsatzrückgang gegeben. Kein Wunder. Schließlich umfasst dieser Zeitraum ja jeweils die Zeit zwischen Anfang März und Ende August.

Und kurz nach dem Start in das Geschäftsjahr 2020/21 hatte die Corona-Krise dem Mode-Spezialisten das Geschäft verhagelt. Kein Wunder. Schließlich hatten Verbraucher damals anderes im Kopf, als neue Mode zu kaufen. Diese Corona-Delle konnte Bonprix dann im weiteren Jahresverlauf noch ausgleichen, weil mehr Freizeit-Mode und Wäsche beworben wurde – also Textilien für Home-Office und Zuhause.

Deutschland-Umsatz steigt ebenfalls um zehn Prozent

In vielen ausländischen Märkten konnte Bonprix zudem davon profitieren, dass die Bürger dort plötzlich mehr Mode im Internet bestellten als zuvor. Bemerkbar machte sich das vor allem dort, wo die Kunden zuvor weniger online-affin waren und Bonprix eine regelrechte „Turbo-Digitalisierung“ gespürt hatte.

Auf diesem Trend konnte Bonprix in dem kürzlich abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 aufsetzen. „Uns ist es sehr gut gelungen, neue Marktchancen in den Ländern durch die beschleunigte Digitalisierung zu nutzen“, erklärt Finanz-Chef Heck. Auch deshalb gab es in Tschechien, Ungarn und der Slowakei im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 gleich Wachstumsraten im höheren zweistelligen Bereich, aber auch in Polen und Rumänien konnte der Mode-Händler zweistellig zulegen. In Deutschland – dem Kernmarkt der Otto-Tochter – hat sich der Umsatz um zehn Prozent erhöht auf knapp 750 Mio. Euro.

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Befeuert wurde das Geschäft hierzulande durch eine nationale Mediakampagne im Herbst 2021, in der Wäsche beworben wurde (siehe Videoclip oben). So konnte Bonprix davon profitieren, dass auch im zweiten Corona-Jahr 2021 weiterhin Produkte für das persönliche Wohlbefinden von Verbrauchern nachgefragt wurden – also beispielsweise Casual Wear, Dessous, Nachtwäsche oder auch Loungewear.

Bonprix ist in rund 30 Ländern aktiv und verkauft über Print-Kataloge, Online-Shops und eine Filiale in Hamburg. Der Mode-Händler besteht seit 1986 und vertreibt hauseigene Mode-Marken wie bpc oder Rainbow. Im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 konnte die Otto-Tochter erneut profitabel wachsen.

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Über Stephan Randler 3210 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.