Hessnatur: "Wir fokussieren uns auf das, was Kunden von uns erwarten"

von Stephan Randler

17.02.2020

 (Bild: NH-Pressebild)
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Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Hessnatur   blickt auf eine erfolgreiche Herbst-/Winter-Saison 2019/2020 zurück. So konnte der Spezialist für nachhaltige und fair produzierte Bio-Mode seinen Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/2020 - also im Zeitraum von 01. August 2019 bis 31. Januar 2020 - gleich um 20 Prozent erhöhen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit setzt Hessnatur seine positive Entwicklung jetzt weiter fort.
Andrea Ebinger
Andrea Ebinger (Bild: Hessnatur)
Denn bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2018/2019 (Ende. 31. Juli) hat sich der Netto-Umsatz der Hess Natur-Textilien GmbH zweistellig um 18 Prozent erhöht. Und auch das Geschäftsjahr zuvor wurde ja schon mit einem deutlichen Umsatzplus von 8,2 Prozent   beendet (2017/2018). Das kommt nicht von ungefähr. Schließlich verfolgt Hessnatur seit zwei Jahren eine neue Strategie und konzentriert sich daher wieder auf seine Wurzeln. "Wir fokussieren uns auf das, was unsere Kunden von uns erwarten", betont stellvertretend Geschäftsführerin Andrea Ebinger (siehe Foto links). Bevor die 47-Jährige das Management bei Hessnatur übernommen   hat, wurde das Händler-Profil des Ökomode-Spezialisten unschärfer. Denn damals wollte sich Hessnatur stärker bei Mainstream-Kunden als Mode-Shop positionieren. Doch nun fokussieren sich die Hessen auf die Schärfung ihrer Strategie   . Seitdem sind Exkurse passé wie recyceltes Polyester, das zwar nachhaltig ist, jedoch einen chemischen Ursprung hat. Hessnatur setzt nun ausschließlich auf Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Alpaka, Mohair, Kaschmir und Seide sowie Rhönwolle und Bio-Leinen aus Deutschland. Diese Begrenzung fördere zudem Innovationen. So brachte der Fair-Fashion-Pionier nicht nur erstmals ein Ripstop-Gewebe aus Bio-Baumwolle auf den Markt, sondern bietet aktuell auch Damenoberbekleidung aus Bananenfaser. Wachsen kann Hessnatur aber auch, weil zum einen aktuell die Nachfrage nach nachhaltig produzierter Outdoor-Mode steigt. Zum anderen hat Hessnatur sein Sortiment wieder um Kollektionen für Kinder ergänzt, die vor zwei Jahren kurzzeitig aus dem Sortiment genommen wurden. Zweistellig zugelegt hat zudem im vergangenen Geschäftsjahr 2018/2019 der Umsatz in den Filialen, die nach eigenen Angaben allesamt Geld verdienen. Der Fokus liegt dennoch auf dem E-Commerce-Geschäft, wo Hessnatur im vergangenen Jahr stärker zulegen konnte als beim gesamten Geschäft. Steigern konnte Hessnatur auch das Ergebnis, wo der Ökomode-Spezialist eine EBITDA-Marge von knapp zehn Prozent verbucht hat. Hessnatur wurde 1976 gegründet und ist spezialisiert auf den Handel mit eigener biologisch und sozial fair produzierter Mode, Outdoor-Textilien und Wäsche sowie Heimtextilien. Über den Online-Handel bedient der Händler aus Butzbach (Hessen) derzeit Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zusätzlich gibt es ein Outlet am Firmensitz in Butzbach sowie fünf reguläre Stores in Deutschland.
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