Finanzen der Woche: Beate Uhse AG, Buch.de und Hawesko

von Stephan Randler

16.05.2014

Aus den zahlreichen Finanzmeldungen einer Woche filtern wir die relevanten Fakten heraus und präsentieren an dieser Stelle regelmäßig die wichtigsten Zahlen, die man kennen muss: +++ Die Beate Uhse AG hat über den Versandhandel europaweit einen Netto-Umsatz von 16,82 Mio. Euro im ersten Quartal 2014 erzielen können, was einem Plus von 6,6 Prozent zum Vorjahr entspricht (Q1/13: 15,78 Mio. Euro). Als Gründe nennt der Erotik-Spezialist, dass man durch die erste TV-Kampagne in Deutschland   eine breite Aufmerksamkeit erzielen konnte. Dazu sei die Zahl der Neukunden durch die neue Markenpositionierung   um 14 Prozent gestiegen, bis zu 80 Prozent der Neukunden seien derzeit weiblich. Das EBIT der Sparte konnte trotz der Marketing-Investitionen von 0,88 Mio. Euro auf 0,98 Mio. Euro gesteigert werden. Weitere Zahlen zum Großhandel und Filialgeschäft gibt es hier   . +++ +++ Die Buch.de Internetstores GmbH hat den Netto-Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 (Stichtag: 30. September 2014) um 8,5 Prozent auf 56,8 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 52,3 Mio. Euro). Als Zugpferd habe sich das Geschäft mit eBooks und eReadern erwiesen (Hauptaktionär des Unternehmens ist die Thalia Holding GmbH, die zusammen mit Weltbild, Hugendubel und Bertelsmann den eReader Tolino vermarktet   ). Im zweiten Quartal (Zeitraum: Januar bis März 2014) gab es allerdings nur ein Plus von einem Prozent zum Vorjahr. Hintergrund sei, dass in diesem Jahr das Ostergeschäft in den April gefallen sei. Das operative Ergebnis (EBITDA) liegt mit 1,9 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (1,8 Mio. Euro). Die Buch.de Internetstores AG generiert E-Commerce-Umsätze über die Online-Shops Buch.de, Bol.de und Alphamusic.de sowie Thalia.de und Thalia.at in Österreich. +++ +++ Die Hawesko Holding AG konnte den Netto-Umsatz im Versandhandel im ersten Quartal 2014 um 5,6 Prozent auf 38,1 Mio. Euro erhöhen (Vorjahr: 36,1 Mio Euro). Umsatzsteigerungen gab es vor allem beim Hanseatischen Wein- und Sekt-Kontor   , das in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. Aus diesem Grund wurde ein spezieller Katalog verschickt, der sich einer "hohen Resonanz" erfreut habe. Beim Spanienwein-Spezialisten Wein & Vinos   und der auf schwedische Kunden zielenden Wine Company   gab es Umsätze auf Vorjahresniveau. Carl Tesdorpf   habe weniger Umsatz erzielt, da es einen Rückgang bei den Subskriptionsweinen gab. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Versandhandels hat sich zum Vorjahr um ein Drittel verbessert von 1,6 Mio. auf 2,2 Mio. Euro. Weitere Zahlen zum Großhandel und dem stationären Einzelhandel liefert der Quartalsfinanzbericht   (PDF). +++ +++ Der Finanzinvestor Paragon Partners   aus München will Weltbild als Multichannel-Händler fortführen. Einen entsprechenden Vorvertrag haben der Insolvenzverwalter und der Finanzinvestor unterzeichnet. Demnach soll die Verlagsgruppe samt Filialgeschäft sowie den Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz in eine neue Gesellschaft überführt werden, in die Paragon im Rahmen einer Kapitalerhöhung investieren und Weltbild als Mehrheitsgesellschafter führen wird. Der Insolvenzverwalter bleibt als Minderheitsgesellschafter beteiligt, so dass über diesen Umweg auch die katholischen Gesellschafter dabei bleiben. Die zukünftigen Gesellschafter sind von den Erfolgsaussichten für Weltbild überzeugt. So werte man als positives Signal, dass es in den vergangenen Monaten eine "konstante Nachfrage loyaler Kunden" gegeben habe. Weltbild soll zudem neu ausgerichtet werden, um im Online-Geschäft zu wachsen. Was genau geplant ist, wird auf Nachfrage aber nicht verraten. +++ Weiterlesen:
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