Logistik-Studie: Corona beeinträchtigt den Onlinehandel
16.10.2020 Die ECommerce-Logistik hat während der Coronapandemie stark gelitten, zeigt eine neue Studie. Insbesondere Versand- und Beschaffungsprobleme sowie eine hohe Retourenquote machten den Onlinehändlern zu schaffen.

Minusgeschäft durch erhöhte Retourenquote
Die Studienergebnisse werden in diesem Jahr durch Zahlen von Paqato ergänzt. Diese belegen einen enormen Anstieg des Sendungsvolumens während des Lockdowns im April - der aber nicht gleichbedeutend mit einem Umsatzplus im E-Commerce war. Onlinehändler verzeichneten stattdessen eine erhöhte Retourenquote und Bestellungen von "Spaßkäufern", die Produkte ohne Kaufabsicht orderten. Diese führten bei der Mehrzahl der befragten Händler (59 Prozent) zu einem Minusgeschäft. 29 Prozent der Retouren mussten mit hohen Preisabschlägen versehen werden.Zuverlässigkeit ist bei der Wahl des Versanddienstleisters wichtiger als Preis
Bei der Wahl des Versanddienstleisters standen für Onlinehänlder in diesem Jahr Zuverlässigkeit und Sendungsverfolgung im Vordergrund, während Preis-Leistungs-Verhältnis und Nachhaltigkeit an Bedeutung verloren. Als beliebtester Versanddienstleister konnte sich DHL behaupten (84 Prozent), vor der Deutschen Post (54 Prozent), DPD (35 Prozent), GLS (17 Prozent), Hermes (15 Prozent) und UPS (13 Prozent). Zwei Drittel der befragten Händler geben an, mehrere Versanddienstleister zu nutzen, um das Risiko von Ausfällen zu minimieren.Der Händlerbund führte seine Logistikstudie zum vierten Mal durch. Dazu befragte er mehr als 220 Onlinehändler zu den Themen Retouren, Versand und Verpackung sowie zu den Auswirkungen der Pandemie.
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