Bei dem französischen Online-Händler Rue Du Commerce ist der Umsatz erneut gesunken. So steht für die ersten neun Monate 2014 nur ein Umsatz von 187,5 Mio. Euro in den Büchern, was ein Minus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet (210,3 Mio. Euro).
Rue Du Commerce ist ein Big Player in Frankreich (Bild: Screenshot)
Über eigene Warenverkäufe haben die Franzosen in den ersten neun Monaten 2014 einen Umsatz von 180,1 Mio. Euro erzielt, wodurch das Geschäft gleich um 11,5 Prozent zum Vorjahr abgenommen hat (9M/2014: 203,5 Mio. Euro). Als Grund nennt das Unternehmen, dass sich bei Hightech-Produkten der Wettbewerb im Online-Handel verschärft habe.
Beim Geschäft mit externen Händlern gab es dagegen Zuwächse. So konnten die Provisionen aus Verkäufen von Drittanbietern im Jahresvergleich um 9,3 Prozent auf 7,4 Mio. Euro erhöht werden. Hierbei konnte man „von einer günstigen Mischung“ beim Sortiment profitieren.
Kennzahlen von Rue Du Commerce im Überblick (Bild: Screenshot)
Bereits im ersten Halbjahr 2014 war der Gesamtumsatz der Franzosen um zehn Prozent auf 124,3 Mio. Euro gesunken, wenn auch aus einem anderen Grund. So wurden im ersten Halbjahr das Geschäftsmodell und das Sortiment verändert, um verstärkt die Kernzielgruppe von Männern mit hohem Haushaltseinkommen anzusprechen. Deshalb hatte man das Angebot in Randsortimenten reduziert, was zu einem Rückgang der Warenumsätze führte.
Diese Neuausrichtung macht sich nun auch zunehmend auf der Website der Franzosen bemerkbar. So ist beispielweise der Menüpunkt „Küche“ aus der Navigation verschwunden, während für „Smartphones“ ein eigener Bereich geschaffen wurde (siehe Foto).
Neu im Angebot ist bei den Franzosen ab sofort auch eine Versandkosten-Flatrate („Express illimite“), die deutlich an das Amazon-Programm „Prime“ erinnert. Für eine Pauschale von 29,90 Euro pro Jahr können sich Kunden hier alle Bestellungen versandkostenfrei liefern lassen.
Rue Du Commerce zählt nach eigenen Angaben zu den zehn meist besuchten Shopping-Sites in Frankreich, die wie Amazon, FNAC oder Cdiscount ein Universalsortiment anbieten.
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