Amazon Dash Button: Erster Versender kopiert Bestellen auf Knopfdruck

Seit diesem Sommer bietet Amazon auch erstmals seinen Kunden in Deutschland die „Dash Buttons“ an, über die sich Verbrauchsartikel per Knopfdruck bestellen lassen – ohne dass Amazon-Kunden zum Einkaufen noch den klassischen Online-Shop aufsuchen müssen. Auf diese Weise will Amazon seiner Kundschaft das Online-Shopping versüßen, während der Versandriese gleichzeitig den Wettbewerb ausschaltet. Schließlich ist es für Kunden von Amazon deutlich einfacher, einen Artikel über einen einzigen Knopfdruck zu bestellen – als das gewünschte Produkt in einem anderen Shop zu kaufen.

Amazon Dash Button
Dash Button an einer Waschmaschine, über den sich Waschmittel von Tide bestellen lässt (Bild: Amazon.com)

Die einzelnen Buttons werden per Batterie betrieben und zum Beispiel mit einem Klebestreifen an einem Haushaltsgerät wie einer Waschmaschine befestigt (siehe Foto). Dash Buttons gibt es von verschiedenen Marken wie Ariel, Gillette und Tide, so dass sich über jeden einzelnen Button jeweils ein Produkt dieser Marke bestellen lässt.

Damit das funktioniert, müssen Amazon-Kunden jeden Button mit ihrem WLAN zu Hause verbinden und anschließend mit ihrem Kundenkonto verknüpfen. Dabei lässt sich festlegen, welches Produkt einer Marke über einen „Dash Button“ bestellt werden soll – zum Beispiel ein bestimmter Duft oder eine spezielle Packungsgröße eines Waschmittels.

Wenn das dann ausgeht, kann man direkt bei der Waschmaschine den passenden Button drücken und das gewünschte Produkt wird bei Amazon geordert und zum Kunden nach Hause geschickt.

Auf diesem Prinzip basiert nun auch der neue „Order Button„, den der Schweizer Online-Händler Brack entwickelt hat. Wie bei den Dash Buttons von Amazon können auch hier Verbraucher einzelne Buttons individuell konfigurieren, um in erster Linie typische Verbrauchsgüter einfach erneut zu bestellen – ohne dass der Besuch in dem klassischen Online-Shop notwendig ist (siehe Video-Clip unten).



 

Auch das Prozedere gleicht dem Verfahren von Amazon. So müssen Kunden auch einen Brack-Button mit ihrem WLAN zu Hause und ihrem Kundenkonto verknüpfen, um Artikel per Knopfdruck bestellen zu können. Während die Dash Buttons bei Amazon aber von einzelnen Marken stammen, fehlt bei Brack ein entsprechendes Branding – und damit auch die Bindung an einen Hersteller. Denn bei den Brack-Buttons können Verbraucher frei definieren, welche Artikel sie bestellen wollen – während bei Amazon sich etwa bei einem Tide-Button immer nur das Waschmittel dieses Herstellers ordern lässt.

Weiterer Unterschied: Bei Amazon lässt sich über einen Dash Button immer nur ein Produkt bestellen. Bei Brack dagegen können Kunden pro Button bis zu vier verschiedene Artikel definieren, die sich über den Button bestellen lassen. Hintergrund ist, dass Brack die Oberfläche seines Buttons in vier Tasten teilt – und jede davon zum Bestellen für ein bestimmtes Produkt genutzt werden kann. Brack betreibt seine Buttons zudem über einen Akku, während Amazon auf eine Batterie setzt. Wenn diese leer ist, kann der Kunde den Dash Button wegwerfen – während Brack seine Buttons einfach aufladen lässt.

Während Amazon aber nur 4,99 Euro für einen Button berechnet, verlangt Brack gleich 29,90 Franken. Amazon-Kunden bekommen zudem die Gebühr für die Hardware auf den ersten Kauf angerechnet, den sie über einen Dash Button tätigen. Brack schenkt den Button seinen Kunden allerdings auch – wenn sie sich im Gegenzug für das Bonusprogramm „Brack Plus“ entscheiden. Hier gibt es für eine Pauschale von 49 Franken im Jahr neben einem kostenlosen Button unter anderem reduzierte Versandkosten.

„Der Button ist das Resultat unserer Überlegungen, wie wir unseren Kunden einen noch einfacheren und dabei kundenfreundlichen Bestellweg mit hohem Nutzen im Alltag bieten können“, freut sich Philipp Maurer, Purchasing Director Solutions & Home bei Brack. „Wir sind überzeugt, dass wir unseren Kunden ein attraktives Paket geschnürt haben.“ Was nun in der Schweiz „für Furore sorgen“ soll.

Brack ist einer der größten Online-Shops in der Schweiz und gehört zur einheimischen Competec-Gruppe, die im vergangenen Jahr einen Gruppenumsatz von 535 Mio. Schweizer Franken erreicht hat.

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