Umstrukturierung: Zalando streicht Marketing-Stellen in der Hauptstadt

Der Fashion-Versender Zalando strukturiert sein Marketing um. Betroffen davon sind Mitarbeiter, die für Zalando am Firmensitz in Berlin tätig sind. Hintergrund ist zum einen, dass der Fashion-Versender seinen Teams in den bestehenden 15 Ländermärkten die Verantwortung für die Kunden-Ansprache übertragen möchte. So will Zalando die Kunden vor Ort besser erreichen. Zum anderen baut Zalando nun aber auch auf eine neu ins Leben gerufene „Personalized Marketing Abteilung“, die unter anderem aus Software-Entwicklern und Experten für Künstliche Intelligenz (Artifical Intelligence) besteht.

Moritz Hahn
Moritz Hahn (Bild: Zalando SE)

Durch diesen Schritt will Zalando nun „modernste Technologien für eine personalisierte Ansprache“ seiner Kunden nutzen. „Von nun an werden wir die Trennung zwischen kommerziellem und marken-getriebenem Marketing aufheben“, erklärt Moritz Hahn, Senior Vice President „Supply and Demand“ bei Zalando. „Wir integrieren unser Marketing in die Fashion-Store-Teams und reichern damit unsere Mode-Expertise mit daten- und AI-getriebenen Technologien für eine noch personalisiertere Kundenansprache an.“

Ihm zufolge erwarte der Kunde zugeschnittene Empfehlungen. Daher sei es an der Zeit, einen datengetriebenen Ansatz auf das Marketing zu übertragen.

Diese Neuausrichtung wirke sich auf Arbeitsbereiche aus, die Zalando nicht mehr weiterführt. „Einige Beschäftigungen werden in die neue Struktur integriert, allerdings in geringerem Umfang“, verdeutlicht Hahn. „Das bedeutet, dass nicht jeder Mitarbeiter beschäftigt bleiben kann.“ In der Berliner Zentrale sollen daher 200 bis 250 Stellen gestrichen werden, wie Zalando auf Nachfrage auch explizit bestätigt.

Aktuell beschäftigt Zalando in Berlin nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 6.000 Mitarbeiter.

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