„Tech Village Berlin“: Das bietet der neue Flagship-Store von MediaMarkt

Die MediaMarktSaturn-Gruppe hat einen neuen Flagship-Store für ihre Vertriebslinie MediaMarkt eröffnet. Das neue Ladengeschäft liegt in Berlin am Alexanderplatz und bietet eine Verkaufsfläche von 8.000 Quadratmetern, die sich auf gleich vier Etagen verteilt. Damit ist der neue Store deutlich größer als ein klassischer MediaMarkt, der im Durchschnitt auf eine Verkaufsfläche von 2.600 Quadratmetern kommt.

Marktplatz
Marktplatz im Store (Bild: MediaSaturn)

Von den gewohnten MediaMärkten unterscheidet sich der neue Flagship-Store aber nicht nur durch die deutlich größere Verkaufsfläche. Auch inhaltlich ist die Neueröffnung in Berlin völlig anders konzipiert als ein klassischer MediaMarkt.

Vermarktet wird der neue Flagship-Store daher auch als „Tech Village“. Die zentrale Idee hinter diesem Motto ist: Nutzer sollen vor Ort nicht einfach nur Produkte kaufen, sondern Technik regelrecht erleben. Aus diesem Grund hat auch der Ladenbau im neuen Flagship-Store letztlich nur noch wenig mit dem gemein, was man von einem klassischen MediaMarkt kennt.

Denn konzipiert ist der neue Store so, dass sich auf jeder Etage in der Mitte ein so genannter Marktplatz befindet. Dabei handelt es sich zwar um eine klassische Verkaufsfläche, wie man sie auch von anderen MediaMärkten gewohnt ist (siehe erstes Foto oben). Rund um diesen Marktplatz herum liegen dann aber Shop-in-Shop-Flächen, die von Partnern wie JBL betrieben werden. Diese erinnern an Boutiquen und grenzen sich optisch deutlich vom Marktplatz in der Mitte ab. Das zeigt das folgende Foto beispielhaft:

JBL Boutique
Die Partner-Boutique von JBL im neuen Tech Village (Bild: MediaMarktSaturn)

In den einzelnen Boutiquen präsentieren die Partner neueste Technik-Trends und Innovationen, die man in einem regulären MediaMarkt nicht unbedingt bekommt. Bei Fragen zu den Produkten können sich Kunden direkt an Mitarbeiter der Partner wenden, die in den Boutiquen als Ansprechpartner vor Ort sind. Auf diese Weise sollen sich Kunden kompetent beraten lassen und in die Markenwelt der Partner eintauchen können.

Weil der Fokus vor Ort auch auf Innovationen und Trends liegt, soll der Flagship-Store nicht zuletzt an eine Technik-Messe erinnern. Die Idee dahinter ist, dass sich Kunden vor Ort jeden Tag einen Überblick über die neuesten Technik-Trends der Branche verschaffen können. Insgesamt präsentieren sich im neuen „Tech Village“ in Berlin mehr als 30 Hersteller, darunter prominente Namen wie Apple, JBL, Xiaomi oder Dyson. Neben 35 Marken-Boutiquen gibt es von den Partnern vor Ort auch noch sechs so genannte Experience-Zonen. Hier können Besucher die ausgestellten Produkte direkt ausprobieren. In einer Experience Zone lassen sich beispielsweise Smart-Home-Geräte der Marke „Bespoke Home“ von Samsung begutachten:

Experience Zone
Die Experience Zone von Samsung im neuen Tech Village (Bild: MediaMarktSaturn)

Zusätzlich gibt es vor Ort noch eine Kaffee-Bar. Diese befindet sich im „Tech Village“ neben einem Service-Point, an dem Mitarbeiter defekte Smartphones reparieren. Passender kann man die Bar kaum platzieren: Wer einen Akku tauschen oder ein Display reparieren lässt, kann nebenher gemütlich einen Kaffee trinken.

Weitere Flagship-Stores nach diesem Muster geplant

Mit dem neuen „Tech Village“ in Berlin will MediaMarktSaturn seinen Kunden jetzt ein „möglichst attraktives Einkaufserlebnis“ bieten. Konzernintern basiert der neue Flagship-Store auf dem so genannten „Lighthouse-Konzept“. Dieses kommt jetzt zwar erstmals in Deutschland zum Einsatz. In Holland und Italien werden aber schon drei Flagship-Stores nach diesem Modell betrieben. Mit Erfolg. Denn Kunden nehmen das Konzept nach Konzernangaben nicht nur sehr gut an, es sei wirtschaftlich auch erfolgreich. In diesem Jahr sollen deswegen in Madrid und Wien zwei weitere Flagship-Stores eröffnen, die auf dem neuen Format basieren.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.