Spreadshirt-Kampagne: Viele Fremdwörter, keine Störer

Auch im laufenden Geschäftsjahr setzt Spreadshirt wieder stark auf TV-Werbung als Marketing-Instrument, die nun schon seit sechs Jahren zur Werbestrategie gehört. Nachdem der Mass-Customization-Diensteleister bereits im Februar zum Valentinstag für individuell gestaltete Produkte geworben hatte, sind jetzt wieder neue TV-Spots im Fernsehen zu sehen. Doch diesmal ist alles ein wenig anders bei der TV-Kampagne des Leipziger T-Shirt-Bedruckers.

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So handelt es sich bei den aktuellen TV-Spots um die ersten Clips, die von der Berliner Werbe-Agentur Jung von Matt/Spree für Spreadshirt entwickelt wurden. In der Vergangenheit hatte der Mass-Customization-Spezialist seine Kreativ-Konzepte zum Großteil selbst entwickelt.

Die Neuerungen machen sich sofort beim Claim bemerkbar, mit dem der Mass-Customization-Service beworben wird. Dieser lautet jetzt „Spread it with Spreadshirt.de“ (siehe Video oben) und unterscheidet sich damit deutlich vom letzten Kundenversprechen aus der TV-Kampagne im Februar, als es „Designs für jede Gefühlslage“ gab. Mit dem neuen Slogan will man verstärkt Designer davon überzeugen, dass sie ihre Motive über Spreadshirt verbreiten können.

Der neue englische Claim mag im direkten Vergleich vielleicht ein wenig hipper klingen. Der alte deutsche Slogan hat für mich allerdings das Alleinstellungsmerkmal von Spreadshirt besser auf den Punkt gebracht und war auch für Kunden verständlich, die nicht so gut englisch sprechen.

Ähnlich sieht es bei der Handlungsaufforderung aus, die am Ende des Clips erscheint. So wird im aktuellen TV-Spot nun mit den beiden Wörtern „buy“ und „sell“ versucht, die Kunden zum Bestellen in den Shop zu bringen. Zum Vergleich: Am Valentinstag hieß es einfach, „komm zu Spreadshirt„. In einem Störer war zudem zu lesen, dass man Produkte bereits ab 11,90 Euro bekommt. So ein Kaufanreiz fehlt jetzt komplett im Clip, die deutsche Handlungsaufforderung war für mich ebenfalls verständlicher als die beiden englischen Begriffe „buy“ und „sell„.

Insgesamt hat Jung von Matt zwei verschiedene Clips für Spreadshirt entwickelt, die jeweils rund 20 Sekunden dauern und ab sofort bis Anfang August in Deutschland zu sehen sind. In den nächsten Monaten werden die Clips auch in Frankreich und Schweden ausgestrahlt.

Spreadshirt arbeitet seit diesem Jahr mit der Agentur, um so die eigene Marke zu schärfen.

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Über Stephan Randler 2271 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr