„Perfekte Partner“: Spread Group investiert Millionen in B2B-Startup Mula

Die Spread Group aus Leipzig hat jetzt Anteile am Start-up Mula übernommen. Dieses Jungunternehmen ist darauf spezialisiert, Team-Bekleidung und Werbeartikel für Geschäftskunden anzufertigen. Die Produkte lassen sich zudem individualisieren und so im Corporate Design eines Unternehmens produzieren. Damit ist Mula quasi in demselben Geschäftsfeld unterwegs wie die Spread Group, die ebenfalls Artikel personalisiert.

Julian De Grahl
Julian de Grahl (Bild: Spread Group)

Denn zu der Spread Group gehört ja der Online-Shop Spreadshirt.de, über den Kunden individuelle Produkte produzieren lassen können. So lassen sich unter anderem hier ja Artikel wie T-Shirts, Mützen oder Tassen bestellen, die mit den eigenen Texten, Bildern oder Motiven der Kunden individuell bedruckt werden.

Zusätzlich betreibt die Spread Group unter der Marke TeamShirts.de noch ein weiteres Angebot, das sich wiederum an Gruppenbesteller richtet. Über diesen Online-Shop kommen beispielsweise Vereine an Trikots, die mit ihrem Wappen und ihren Spielernamen bedruckt werden.

Über TeamShirts lässt sich außerdem Firmenbekleidung bestellen, die mit dem Logo, Slogan oder Text eines Unternehmens bedruckt wird. Dieses B2B-Geschäft erweitert die Spread Group nun mit Mula. Denn beide Anbieter bedienen zwar Geschäftskunden mit personalisierten Produkten, im Detail unterscheiden sich die beiden Plattformen aber. So können Geschäftskunden bei TeamShirts zum Beispiel bereits kleine Mengen von personalisierten Produkten bestellen, während Mula sich auf größere Stückzahlen spezialisiert hat.

B2B-Geschäft wird ausgebaut

Mula bietet zudem andere Produkte als die Spread Group. So gibt es bei Mula zum Beispiel neben Textilien auch Boxen, die man individuell gestalten kann. Diese Boxen lassen sich unter anderem verschicken, wenn ein Mitarbeiter seinen Geburtstag hat oder ein Angestellter neu bei einer Firma anfängt. Die Boxen können Firmen in ihrem Design gestalten und dabei festlegen, was eine Box enthalten soll: zum Beispiel einen Stift und einen Notizblock im Corporate Design. Diese Boxen lassen sich auf Vorrat produzieren und direkt in den Lagerstandorten von Mula einlagern, von wo aus dann auch die einzelnen Mitarbeiter beliefert werden.

Über ein Online-Tool können dann zum Beispiel Personalverantwortliche eine Box verschicken lassen an die Adresse eines Mitarbeiters, wenn dieser bei der Firma startet. Auch diese Herangehensweise unterscheidet sich von TeamShirts, wo Geschäftskunden ihre Bestellung auf einmal an ihre Firmenanschrift erhalten. In so einem Fall müssen Firmen also jedes Mal selbst die Ware aus dem Lager holen und versenden, wenn ein Mitarbeiter anfängt. Online verwalten lassen sich neben Boxen aber auch Team-Textilien, die Mula für B2B-Kunden produziert. So lässt Multichannel-Optiker Mister Spex zum Beispiel über Mula die Outfits produzieren, die Mitarbeiter in den Stores tragen. Über das Online-Tool von Mula können die Filialleiter ebenfalls neue Textilien aus dem Versandlager von Mula anfordern, wenn weitere Outfits benötigt werden.

Textilien für Mister Spex, Boxen für neue Mitarbeiter

„Mula und die Spread Group sind perfekte Partner“, freut sich daher Julian de Grahl (siehe Foto oben), der die Spread Group seit Anfang April 2021 als neuer Chief Executive Officer (CEO) führt. „Für unsere Kunden schaffen wir einen enormen Mehrwert, da ein deutlicher Effizienzgewinn erreicht werden kann.“

Mula wurde 2018 gegründet und bezeichnet sich selbst als „digitale Merchandise-Plattform“ für B2B-Kunden. Zur Höhe der Beteiligung nennt die Spread Group keine konkreten Zahlen, die Leipziger stellen Mula nach eigenen Angaben allerdings ein „Wachstumsbudget in Millionenhöhe“ zur Verfügung. Insgesamt investiert jetzt die Spread Group aus Leipzig einen zweistelligen Millionenbetrag in das Jungunternehmen aus Berlin.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.