Otto-Showroom geht in die Verlängerung – weitere Standorte denkbar

Im Mai hat Otto Österreich einen Showroom im Großraum Wien eröffnet. Seitdem finden Verbraucher eine Auswahl an Produkten aus dem Online-Sortiment im Einkaufszentrum G3, das in Gerasdorf liegt. Zum Start war geplant, das Pilotprojekt im stationären Einzelhandel nach dem Sommer wieder zu beenden. Doch jetzt geht der stationäre Showroom von Otto in die Verlängerung – und bleibt noch bis Weihnachten geöffnet.

Harald Gutschi
Unito-Chef Harald Gutschi (Bild: Unito)

Die zusätzliche Zeit will Otto Österreich nun nutzen, um weitere Erkenntnisse aus seinem Pilotprojekt zu gewinnen. Denn bislang ist der Online-Händler zufrieden damit, was vor Ort passiert. „Unser Ziel mit dem Showroom war es, Awareness für unsere Marke zu schaffen“, betont stellvertretend Harald Gutschi (siehe Foto), Chef der Versender-Gruppe Unito, zu der Otto Österreich gehört. „Wir kommen immer wieder mit Kunden in Kontakt, die wir online bislang nicht erreicht haben.“

Viele dieser Neukunden wären zudem überrascht, welche Produkte es bei Otto Österreich im Online-Shop zu kaufen gibt.

Showroom konzipiert wie eine Wohnung

Vor diesem Hintergrund denkt Otto Österreich bereits darüber nach, zusätzliche Showrooms im stationären Einzelhandel zu eröffnen. „Wir nehmen uns aus dem Einkaufszentrum in Gerasdorf so viele Erfahrungswerte mit wie möglich“, erklärt Unito-Chef Gutschi gegenüber neuhandeln.de. „Auf diesen Erkenntnissen basierend werden wir über weitere Showrooms entscheiden.“ Der Standort in Gerasdorf rechne sich für Otto bereits.

Otto Showroom
So sieht der stationäre Showroom von Otto Österreich von außen aus (Bild: Unito)

Hier finden Kunden eine Auswahl an rund 200 Bestsellern, die Otto online anbietet. Auf einer Fläche von 70 Quadratmetern gibt es daher Möbel, Mode und Elektronik-Produkte. Konzipiert ist der Showroom wie eine Wohnung, in der es unter anderem eine Küche, Schlafzimmer und ein Wohnzimmer gibt. In den einzelnen Wohnbereichen sind dann Produkte von Otto so ausgestellt, wie man es quasi aus dem eigenen Zuhause kennt. So werden beispielsweise Sofa und Couchtisch nicht nur beieinander platziert. Zusätzlich gibt es die passenden Wohn-Accessoires: unter anderem Kissen auf der Couch oder Kerzenständer auf dem Tisch.

Jedes Produkt ist mit einem Etikett versehen, auf dem Kunden neben Informationen zum Artikel auch einen QR-Code finden. Wer diesen mit seinem Smartphone scannt, landet direkt auf der passenden Produktseite im Online-Shop von Otto Österreich. Alternativ gibt es Tablets im Showroom, über die Kunden ebenfalls die Produkte bestellen können. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich von einem Mitarbeiter beraten lassen. So möchte Otto Österreich auch diejenigen Menschen abholen, die gegenüber Onlineshopping eventuell noch Bedenken haben. „Wir wollen die Brücke zwischen Online und Offline schlagen“, argumentiert Gutschi.

Nicht der erste Showroom von Otto Österreich

Mit dem Showroom in Gerasdorf ist Otto Österreich nun zwar erstmals in einem Einkaufszentrum vertreten. Es ist aber trotzdem nicht der erste Schritt von Otto Österreich im stationären Einzelhandel. Denn Produkte aus dem Online-Sortiment finden Verbraucher seit dem vergangenen Herbst schon in einem Musterhaus-Fertighaus, welches mit Accessoires, Möbeln und Textilien von Otto Österreich eingerichtet ist.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.