Nach Deutschland-Start: Auch Otto in Österreich packt Möbel ins Fertighaus

„Entdecke Otto auf 125 Quadratmetern“: Unter diesem Motto präsentiert Otto in Österreich jetzt rund 200 Möbel, Heimtextilien und Deko-Artikel aus seinem Sortiment, die vor Ort in einer Art Ausstellung zu sehen sind. Denn die Produkte von Otto stehen jetzt nicht einfach in einem klassischen Ladengeschäft.

Otto Musterhaus
Musterhaus mit Ware (Bild: Otto Österreich)

Vielmehr zeigt Otto Österreich seine Produkte in einem Musterhaus, das mit Accessoires, Möbeln und Textilien von Otto eingerichtet ist. Möglich macht das eine Kooperation mit dem Fertighaus-Anbieter Haas, der ein Gebäude in einem Fertighauszentrum bei Wien für Otto zur Verfügung stellt (siehe Foto).

Dieses Otto-Haus können Verbraucher immer besuchen, wenn auch das Fertighauszentrum geöffnet ist. Infos zu den Produkten gibt es auf einem Info-Screen im Gebäude und auf Flyern, die im Haus ausgelegt sind. Wer einen Artikel haben will, kann diesen allerdings nur online bestellen.

Direkt kaufen und mitnehmen lassen sich Artikel nicht. Denn mit der Ausstellung will Otto Österreich jetzt vor allem sein Sortiment haptisch erlebbar machen. So will man potenziellen Kunden die Scheu davor nehmen, online Möbel zu bestellen. Dazu möchte Otto Österreich auch seine Positionierung stärken als Anbieter von Produkten rund um Home & Living. Schließlich hat der Händler hier ja einen Schwerpunkt bei seinem Sortiment. „Durch die Zusammenarbeit mit Haas sind wir direkt bei der am Thema Wohnen interessierten Zielgruppe und können zeigen, was wir als Möbelhändler draufhaben“, freut sich daher Harald Gutschi, Geschäftsführer der Unito-Gruppe, zu der Otto Österreich gehört.

Auch in Deutschland gibt es ein Otto-Haus

Mit der neuen Ausstellung im Musterhaus bei Wien ist Otto Österreich nun erstmals vor Ort mit seinen Möbeln präsent. Die Kollegen in Deutschland dagegen testen ein vergleichbares Format schon etwas länger. Denn hierzulande nutzt Otto bereits seit einigen Monaten ein Musterhaus bei München, um hier auf 200 Quadratmetern rund 500 Artikel aus seinem Online-Sortiment zu präsentieren. Das Gebäude stammt hier ebenfalls von Fertighaus-Anbieter Haas, der Otto das Haus in einem Musterhauspark zur Verfügung stellt. Auch hier können Verbraucher das Otto-Haus besuchen, wenn der Park geöffnet ist.

Das Otto-Haus bei München ist ebenfalls eingerichtet mit Möbeln, Accessoires, und Heimtextilien. Dazu gibt es Haushaltsgeräte, Beauty- und Pflegeprodukte sowie Fashion. Direkt kaufen kann man Produkte zwar auch hier nicht. Die Artikel sind aber mit QR-Codes versehen, damit sie Kunden einfach online bei Otto.de bestellen können. Das könnte durchaus klappen. Denn im Musterhauspark zeigt ja auch Otto in Deutschland seine Produkte genau solchen Nutzern, für die das Thema Wohnen gerade relevant ist.

Diese dürften zudem vielleicht eher ein Sofa bestellen, wenn sie es vor dem Kauf einmal Probesitzen können. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich ist allerdings kein Mitarbeiter von Otto vor Ort. Dadurch wird Potenzial verschenkt. Denn Angestellte könnten Interessenten beraten, wenn sie Fragen haben. Oder direkt Produkte bestellen, wenn es ein konkretes Kaufinteresse gibt. So aber droht, dass sich Interessenten zwar im Otto-Haus umsehen – anschließend aber gar nicht oder woanders kaufen.

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Über Stephan Randler 2933 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.