Petra Scharner-Wolff übernimmt 2025 den Vorstandsvorsitz der Otto-Gruppe

Bei der Otto-Gruppe gibt es einen Wechsel an der Konzernspitze. Denn künftig führt Petra Scharner-Wolff den Handelskonzern aus Hamburg als neue Vorstandsvorsitzende. Die 52-Jährige folgt zum 01. März 2025 auf Alexander Birken, der seit Anfang 2017 als Vorstandsvorsitzender an der Konzernspitze steht. Doch im kommenden Frühjahr wechselt Birken aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat der Otto-Gruppe, weil der 59-Jährige dann die Altersgrenze für Vorstände des Otto-Konzerns erreicht. Diese liegt nämlich bei 60 Jahren.

Petra Scharner-Wolff
Petra Scharner-Wolff (Bild: Otto Group)

Mit Scharner-Wolff (siehe Foto links) führt den Otto-Konzern auch künftig eine Fachkraft, die bereits viele Jahre für die Gruppe tätig ist. Die Diplom-Kauffrau arbeitet nämlich schon seit 1999 für die Hamburger und war im Konzern unter anderem schon Bereichsvorstand bei Otto.de und Geschäftsführerin von der Schwab-Gruppe, wo sie ab 2009 das Mode-Konzept Sheego mitgeprägt hat.

Seit dem Jahr 2015 ist die 52-Jährige als Konzern-Vorstand verantwortlich für Finanzen, Controlling und Personal. „Nach so vielen Jahren in der Otto Group freue ich mich sehr, den Vorstandsvorsitz übernehmen zu dürfen“, erklärt sie.

Auch Alexander Birken war bereits viele Jahre im Konzern tätig, bevor er 2017 den Vorstandsvorsitz bei dem Handelskonzern übernommen hat. Zum März 2025 übernimmt er im Aufsichtsrat des Konzerns den Vorsitz von Michael Otto, der ja im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Der Sohn des Firmengründers gibt die Verantwortung für die Unternehmensgruppe ab, um sich dann verstärkt seinen Stiftungsaktivitäten zu widmen. Vor diesem Hintergrund übernimmt ein Jahr später – also mit Wirkung zum 01. März 2026 – auch Benjamin Otto von seinem Vater Michael Otto den Vorsitz des Stiftungsrats von der Michael Otto Stiftung, die seit dem Jahr 2015 mehrheitlich die Gesellschaftsanteile an der Otto-Gruppe hält.

Otto-Management
Katy Roewer, Benjamin Otto, Michael Otto, Petra Scharner-Wolff und Alexander Birken (von links nach rechts im Bild zu sehen; Bild: Otto Group)

Dazu übernimmt der 48-Jährige von seinem Vater in zwei Jahren den Vorsitz des Gesellschafterrats. Aus diesen beiden übergeordneten Kontrollgremien heraus soll der Enkel des Firmengründers künftig als gestaltender Gesellschafter den Handelskonzern strategisch führen. Mit ihm übernimmt bereits die dritte Generation die Gesamtverantwortung für die Unternehmensgruppe. Momentan ist der 48-Jährige bereits stellvertretender Vorsitzender von Stiftungsrat und Gesellschafterrat sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Otto-Gruppe. Der 48-Jährige übernimmt den Vorsitz bei dem Stiftungsrat und bei dem Gesellschafterrat bewusst erst zum März 2026, um bis dahin einen schrittweisen Übergang in aller Ruhe zu ermöglichen.

Bereits früher übernimmt Katy Roewer eine neue Aufgabe im Otto-Konzern. Denn die 48-Jährige rückt in den Konzernvorstand auf, wenn Scharner-Wolff zum 01. März 2025 den Vorsitz übernimmt. Dann kümmert sich nämlich Roewer als Nachfolgerin von Scharner-Wolff um Finanzen, Controlling und Personal. Auch die 48-Jährige ist bereits seit vielen Jahren im Konzern und seit fast zehn Jahren als Bereichsvorständin bei dem Online-Händler Otto.de verantwortlich für Service, Personal und Finanzen. Diese Position hatte sie übrigens auch von Scharner-Wolff übernommen, als diese im Jahr 2015 in den Konzernvorstand aufgerückt war.

Wer auf Roewer bei Otto.de folgen wird, will die Otto-Gruppe später bekannt geben. Den Veränderungen bei dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Otto-Gruppe müssen noch die relevanten Gremien zustimmen. Das soll in den nächsten zwei Wochen passieren, wie Otto auf Nachfrage erklärt. Der mitbestimmte Aufsichtsrat muss der Bestellung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates als auch der Bestellung der Vorstände zustimmen.

Stiftungs- und Gesellschafterrat dagegen werden ja durch die Gesellschafter definiert. Sowohl Aufsichtsrat als auch Stiftungs- und Gesellschafterrat sind die drei Kontrollgremien der Otto-Gruppe. Bisher hatte Michael Otto überall den Vorsitz. Künftig soll Benjamin Otto als Vorsitzender des Stiftungs- und des Gesellschafterrats die strategische Führung der Gruppe übernehmen, während Alexander Birken als neuer Aufsichtsratschef im engen Schulterschluss mit dem Enkel des Firmenbegründers den Otto-Konzern operativ kontrollieren soll.

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