Neues Verkaufskonzept: Amazon bringt „Treasure Truck“ nach Europa

Vor allem in der Vorweihnachtszeit haben Zusteller immer mehr damit zu kämpfen, die steigende Flut an Paketen zu bewältigen. Wie wäre es daher, wenn Kunden ihre Ware künftig einfach selbst abholen – und zwar ohne, dass die Bestellungen zuvor überhaupt noch an einen Paket-Shop oder eine Filiale geliefert werden müssen? Auf so einem Logistik-Konzept basieren jedenfalls die „Treasure Trucks“ von Amazon, bei denen Kunden ihre Bestellung an einem LKW erhalten – und das nun erstmals in Europa.

Amazon Treasure Truck
„Treasure Truck“ von Amazon (Bild: Amazon)

So schlägt Amazon mit seinen „Treasure Trucks“ (siehe Foto) nun erstmals in ausgewählten Städten in Großbritannien auf, um Kunden dort einen „neuen Weg zum Shopping“ aufzuzeigen. Und das funktioniert in der Praxis dann so: In seinem hauseigenen LKW bevorratet Amazon jeweils ein bestimmtes Produkt – wahlweise Elektronik, Mode oder Lebensmittel.

Um diese Produkte kaufen zu können, müssen Kunden zunächst eine SMS an Amazon senden. Sobald ein „Treasure Truck“ dann in ihrer Nähe ist, erhalten sie eine SMS mit dem Produkt, das Amazon aktuell vorrätig hat. Anschließend können Kunden den Artikel über die Amazon-App bestellen.

Dabei lässt sich ein Zeitfenster angeben, in dem Kunden die Ware selbst abholen möchten. Prinzipiell gilt dabei: „First come, first serve“. Denn in seinen LKWs führt Amazon schließlich nur einen begrenzten Lagerbestand. Wer also nicht schnell genug die Ware online bestellt, geht unter Umständen leer aus.

Mit diesem Verkaufskonzept schlägt Amazon daher gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Nicht nur, dass Kunden die Ware selbst abholen und Amazon damit die Logistik-Kosten pro Kunde reduzieren dürfte. Weil der Warenvorrat auch noch begrenzt ist, baut Amazon für Interessenten einen Kaufdruck auf. Wer nicht schnell genug zuschlägt, geht ja schließlich leer aus. Vor diesem Hintergrund ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Amazon mit seinen „Treasure Trucks“ auch durch Deutschland schlendern wird.

Mit seinen „Treasure Trucks“ schlägt Amazon bereits seit Februar 2016 in US-amerikanischen Städten auf. Zuletzt hatte Amazon seinen „Dash Button“ in den USA eingeführt und dann nach Großbritannien gebracht, bevor die Bestell-Buttons von Amazon dann erstmals in Deutschland angeboten wurden.

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