Nach Umbau-Maßnahmen: Alba Moda wächst gleich zweistellig

Die Alba Moda GmbH aus Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) hat das vergangene Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Konkret steht für die Klingel-Tochter ein zweistelliges Wachstum von 15 Prozent in den Büchern. Damit habe die Klingel-Tochter eine Trendwende einläuten können, nachdem das Geschäft in den Jahren zuvor stagniert hatte. Konkrete Zahlen verrät der Mode-Versender aber nicht, zu welchem Umsatz das Wachstum im vergangenen Jahr genau geführt hat.

Alba Moda Wachstum
Nina Ehrenberg (links) und Daniela Angerer (Bild: Klingel-Gruppe)

Laut dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsbericht konnte Alba Moda im vorletzten Geschäftsjahr 2016 zwar einen Netto-Umsatz von 47,9 Mio. Euro erzielen. Als Vergleichswert ist diese Zahl aber kaum aussagekräftig, da es vor zwei Jahren nur ein Rumpfgeschäftsjahr gegeben hat – von Anfang März bis Ende Dezember. Hintergrund ist, dass die Gesellschaft mit Wirkung zum 01. März 2016 in den Konzernkreis der Klingel-Gruppe übernommen wurde.

Die Pforzheimer hatten Alba Moda vom Otto-Konzern übernommen, weil den Hamburgern beim Geschäft des Textilversenders nach eigenen Angaben die Synergien mit den Hauptgeschäften der Otto-Gruppe fehlten.

Deshalb hatte der auf italienische Mode spezialisierte Textilversender zuvor Verluste eingefahren. Im Geschäftsjahr 2015/2016 (Ende: 28. Februar) gab es über volle zwölf Monate einen Netto-Umsatz von 69,6 Mio. Euro, als Alba Moda das letzte Geschäftsjahr im Verbund der Otto-Gruppe beendet hatte.

Aktuelle Umsätze nennt Alba Moda allerdings auch auf Nachfrage von neuhandeln.de nicht. So heißt es lediglich, dass in einen Online-Marketingmix investiert wurde und hier das stärkste Wachstum bei der Neukunden-Akquise erreicht wurde – unter anderem über Newsletter- und Social-Media-Marketing. Generell habe man zudem die Print-Werbung ausgebaut, um bestehende Kunden stärker zu binden.

Nach der Übernahme hatte Klingel im Frühjahr 2016 zunächst einen Restrukturierungsplan erarbeitet, der „tiefgreifende Einschnitte“ zur Folge hatte. Hintergrund war eine negative Entwicklung, die eine „sofortige Anpassung der Kostenstrukturen“ erforderlich machte. Das Ergebnis war ein Stellenabbau in der Logistik und dem Service, da die Klingel-Gruppe diese Dienstleistungen heute über ihren Firmensitz in Pforzheim abwickelt. Auch administrative Tätigkeiten wie Buchhaltung, IT und Personalmanagement verlagerte Klingel nach Pforzheim, um Synergien zu nutzen und die Kosten „nennenswert“ zu senken.

Runderneuert wurde auch das Top-Management, in das Nina Ehrenberg und Daniela Angerer (siehe Foto oben) berufen wurden. Seit Herbst 2016 verantworten sie das Geschäft mit Armin Bischoff.

Alba Moda wurde 1981 gestartet und bietet neben italienischer Mode der Eigenmarke “Alba Moda” ausgewählte Fremdmarken wie Marc O’Polo oder Tommy Hilfiger. Zielgruppe sind Frauen über 50 Jahren (“Best Ager”). Das Unternehmen ist in Deutschland sowie Österreich und der Schweiz aktiv.

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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr