Multishop-Strategie: Unito-Gruppe legt mit Lascana los

Die österreichische Unito-Gruppe macht Ernst mit ihrer kürzlich angekündigten Multishop-Strategie und hat vor wenigen Tagen den Online-Shop der Dessous- und Bademoden-Marke Lascana an den Start gebracht. Der Spezial-Shop ist damit erstmals in Österreich und in der Schweiz verfügbar – und zwar pünktlich zur Bikini-Saison, wie die Macher argumentieren.

Lascana in ÖsterreichLascana gibt es ab sofort auch für Kunden in Österreich (Bild: Screenshot)

Lascana ist eine Marke des Otto-Konzerns, die hierzulande bereits im Jahr 2006 an den Start ging. Neben einem deutschen Online-Shop gibt es auch zehn Filialen in der Bundesrepublik. Dazu bekommt man die Mode über Shop-in-Shop-Kooperationen bei anderen Händlern.

In Österreich und in der Schweiz geht die Marke nun mit einem eigenen Online-Shop an den Start, weil der Hamburger Otto-Versand – also die Kernmarke des Handelskonzerns – zuletzt immer wieder neue Spezial-Shops für einzelne Sortimente wie Ekinova.de (Angebot: weiße Ware) gestartet hatte und damit bislang gute Erfahrungen machte. So haben die Hanseaten mit fünf Spezial-Shops über einen Zeitraum von zwölf Monaten zuletzt einen Netto-Umsatz von 70 Mio. Euro erwirtschaftet – mit wenig Man-Power und Sortimenten wohlgemerkt, über die man ohnehin verfügt und die Kunden prinzipiell auch direkt bei Otto.de kaufen können.

Beim neuen Lascana-Shop bekommen Kunden in Österreich und in der Schweiz das komplette Sortiment, das auch hierzulande angeboten wird. Die Textilien werden bei der Baur-Gruppe im bayerischen Burgkunstadt gelagert, die sich um den Versand an Kunden im deutschsprachigen Ausland kümmert. Zum Hintergrund: Baur ist das Mutter-Unternehmen der Unito-Gruppe und gehört – wie auch die österreichische Tochter-Gesellschaft – zum Hamburger Otto-Konzern.

Print-Katalog kommt in Kürze, zweistelliger Millionenumsatz im Visier

Beworben werden die neuen Lascana-Shops in Österreich und in der Schweiz über klassisches Online-Marketing wie Newsletter-Werbung, Suchmaschinen-Anzeigen und SEO. Zudem gibt es für Kunden in Österreich auch einen Print-Katalog (Umfang: 60 Seiten). Dieser wird Mitte Juni an 50.000 Kunden der Unito-Gruppe verschickt, geplant sind zwei Print-Anstöße pro Saison.

In den kommenden drei bis fünf Jahren will die Unito-Gruppe mit Lascana in Österreich und in der Schweiz zusammen einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag umsetzen. Kurz nach dem Start übertreffe das Geschäft von Lascana in den Alpenländern bereits die Erwartungen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der Unito-Gruppe um Geschäftsführer Harald Gutschi aber nicht. Denn schon am kommenden Dienstag (19. Mai) soll der Otto-Spezialshop Schlafwelt.de (Sortiment: Matratzen) mit lokalisierten Versionen in Österreich und in der Schweiz starten.

In diesen beiden Ländern will die Unito-Gruppe langfristig bis zu sechs Sub-Shops starten, die sich hierzulande bereits bewährt haben. Bislang betreibt die Unito-Gruppe bereits die Online-Shops Otto Österreich, Universal, Ackermann sowie Alpenwelt und Quelle in Österreich und in der Schweiz. Die Otto-Tochter ist außerdem noch für den deutschen Online-Shop Quelle.de zuständig, der sich nach einem gefloppten Marktplatz-Ansatz nun ebenfalls gut entwickelt.

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Über Stephan Randler 2271 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr