Mode-Marke Next zündet in Deutschland die nächste Stufe

Die britische Fashion-Marke Next will ihren Marktanteil im deutschen Mode-Handel steigern. Aus diesem Grund haben die Briten nun ihre Logistik optimiert, um deutschen Kunden ihre Pakete ab sofort bereits innerhalb von nur ein bis zwei Werktagen zustellen zu können.

Next Online-Shop

Next betreibt einen deutschsprachigen Online-Shop (Bild: Screenshot)

Bereits auf der Startseite des deutschen Web-Shops wird mit dem neuen Versandversprechen geworben (siehe Screenshot). Kein Wunder. Schließlich haben die Briten ihre Paketlaufzeiten halbiert, da deutsche Kunden bislang vier bis fünf Tage auf ihre Ware aus UK warten mussten. Dazu kommt, dass Lieferungen ab einem Bestellwert von 30 Euro prinzipiell versandkostenfrei sind und deutsche Kunden die Ware innerhalb von 28 Tagen kostenlos retournieren können.

Wie genau denn nun die schnelleren Laufzeiten in der Logistik erzielt werden, haben die Briten bis Redaktionsschluss zwar nicht verraten wollen. Viel spricht aber dafür, dass deutsche Kunden die kürzeren Versandzeiten schätzen werden. So würden die ersten Erfahrungswerte aus der Praxis die Briten in ihrer Strategie bestätigen, beim Geschäft mit deutschen Kunden mit kurzen Versandzeiten punkten zu wollen. Nachdem bislang nur Kunden in Deutschland und Frankreich innerhalb von ein bis zwei Werktagen beliefert werden, will der Mode-Händler diesen Service auch Kunden in anderen benachbarten europäischen Ländern anbieten.

2014/2015: Auslandsumsätze wachsen um 61 Prozent auf 163 Mio. Pfund

Mit dieser Herangehensweise ändert Next zudem prinzipiell seine Strategie beim Geschäft mit Verbrauchern im europäischen Ausland. Denn in den vergangenen drei Jahren hatten sich die Briten hauptsächlich darauf konzentriert, ihren Online-Shop in weitere Landessprachen zu übersetzen und lokale Währungen beim Geschäft mit ausländischen Kunden zu akzeptieren.

Mit Erfolg. So sind die Online-Umsätze im Ausland im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 31. Januar) um 61 Prozent auf 163 Mio. Pfund gestiegen, wobei ein Gewinn von 30 Mio. Pfund erzielt werden konnte. Im laufenden Geschäftsjahr 2015/2016 sollen die Online-Umsätze im Ausland auf 205 Mio. Pfund klettern, was ein Wachstum von 25 Prozent wäre.

Next Auslandsumsätze

Bei Next brummt das Auslandsgeschäft (Bild: Screenshot)

Insgesamt rechnen die Briten im laufenden Geschäftsjahr mit einem geringeren Wachstum, weil Next auch in Russland und der Ukraine aktiv ist. Aufgrund der Währungsabwertungen in diesen Ländern wurden zuletzt die Preise erhöht, was ein weiteres Wachstum erschwere.

Trotz starken Zuwächsen im vergangenen Geschäftsjahr bleibt das Auslandgeschäft für Next aber bislang ein Zubrot. So haben die Briten über den Versandhandel („Next Directory“) mit Kunden in allen Ländern (UK und Ausland) im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von insgesamt 1,5 Mrd. Pfund erzielt, was ein Plus von 12,1 Prozent zum Vorjahr bedeutet.

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Über Stephan Randler 3151 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.