Jetzt ist es offiziell: Metro-Konzern wird aufgespalten

Adreko

Die Metro-Gruppe wird in zwei eigenständige Unternehmen aufgespalten. Das haben die Aktionäre des Handelskonzerns gestern Abend auf der Hauptversammlung beschlossen. Demnach entsteht aus dem Mischkonzern zum einen ein Spezialist für den Groß- und Lebensmittelhandel, der weiterhin unter der bekannten Marke „Metro“ am Markt agieren wird. Zum anderen wird das Multichannel-Geschäft der auf Elektronik spezialisierten Media-Saturn-Gruppe nun unter der neuen Bezeichnung „Ceconomy“ geführt.

Pieter Haas
Metro-Vorstand Pieter Haas (Bild: Metro)

Mit der geplanten Aufteilung will der Konzern seine Strukturen vereinfachen und zwei Unternehmen an den Start bringen, die jeweils auf eine Branche fokussiert sind. So sollen beide Nachfolger aus dem ehemaligen Metro-Konzern schneller, fokussierter und agiler werden.

Diese Aufspaltung hatte der Handelskonzern erstmals vor einem knappen Jahr in Aussicht gestellt. Im vergangenen Dezember wurden die Pläne dann konkret und die neue Dachmarke „Ceconomy“ für das Geschäft der Media-Saturn-Gruppe vorgestellt. Bereits seit Oktober arbeiten beide Metro-Nachfolger schon als eigenständige Teilbetriebe.

Demnach wird bereits jetzt das Geschäft des Metro-Supermarktes Real nun mit dem Lebensmittel-Großhändler Metro Cash & Carry unter dem Firmennamen „Metro“ geführt, während die Media-Saturn-Gruppe künftig unter der Dachmarke „Ceconomy“ firmiert. Unter dem neuen Dach „Ceconomy“ soll die Media-Saturn-Gruppe vor allem die über das Internet angestoßenen Umsätze steigern und ihr Service-Geschäft ausbauen, wie man bereits im vergangenen Dezember 2016 angekündigt hatte.

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In der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre gestern dann auch der Zuteilung neuer Aktien der künftigen Metro AG im Verhältnis 1:1 zu. Jeder Aktionär behält daher seine Aktien der bisherigen Metro AG, die dann unter Ceconomy firmieren wird. Für jede Stammaktie gibt es zusätzlich eine Stammaktie des Großhandels- und Lebensmittelspezialisten (künftig: Metro AG). Die Metro bereitet bereits ihre eigenständige Platzierung an der Börse vor. Diese ist für Mitte des Jahres geplant.