„Haburi.com“: Dress for Less beerdigt zweiten Online-Shop

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Die auf den Online-Handel mit Restposten spezialisierte Dress for Less GmbH strukturiert ihr Geschäft weiter um. In diesem Zusammenhang wurde der Online-Fashionshop Haburi.com geschlossen. Wer die entsprechende Website aufsuchen will, wird auf den Online-Shop von Dress for Less verwiesen. Um Neukunden einen Wechsel schmackhaft zu machen, gibt es bis Ende Mai einen Rabatt-Gutschein in Höhe von zehn Prozent für Neukunden (siehe Foto).

Haburi wird zu Dress for LessDer Shop Haburi.com wird mit Dress for Less verschmolzen (Bild: Screenshot)

Geschlossen wurde der Shop, weil sich Dress for Less wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren will – den Handel mit rabattierter Mode. Ursprünglich war Haburi.com (ein japanischer Begriff für ein gutes Geschäft) beim Start im Jahr 1999 zwar zunächst auch als ein Online-Outlet konzipiert. Nach der Übernahme durch die Dress for Less GmbH im Jahr 2007 hatte man den Online-Shop aber zuletzt als einen Fullprice-Anbieter für Mode positioniert.

Es ist nicht das erste Mal, dass Dress for Less einen Online-Shop beerdigt. So ist der im Jahr 2010 gestartete Fullprice-Fashionshop Jeansdome.de heute auch schon wieder Geschichte.

Geschäftsjahr 2014: Kerngeschäft mit Offprice-Mode der „Wachstumsmotor“

Keine Änderungen gibt es dagegen beim Kolibirishop.com, der ebenfalls zu Dress for Less gehört und vor fünf Jahren übernommen worden war. Über den Kolibrishop will Dress for Less auch weiterhin Mode zu normalen Preisen verkaufen und damit sein Kerngeschäft ergänzen.

Dress for Less wurde 1999 gegründet und gehört seit vier Jahren zum spanischen Shopping-Club Privalia. Im vergangenen Geschäftsjahr 2014 konnte Dress for Less seinen Umsatz um 16 Prozent steigern, wobei das klassische Outlet-Geschäft in den beiden Kernmärkten Holland und Deutschland der größte Wachstumsmotor für den Fashion-Versender gewesen sei.

Konkrete Zahlen zum Geschäftsjahr nennt Dress for Less zwar nicht. Laut dem Jahresabschluss für 2013 kam Dress for Less damals aber auf einen Netto-Umsatz von 59,6 Mio. Euro. Addiert man nun ein Plus von 16 Prozent, ergibt das für 2014 einen Netto-Umsatz von 69,1 Mio. Euro – wobei Dress for Less diese Zahlen auf Nachfrage von neuhandeln.de nicht bestätigen will.

Kennzahlen Dress for LessDie letzten Jahre waren durch Restrukturierungen geprägt (Bild: eigene Grafik)

Bei der aktuellen Entwicklung muss man allerdings auch berücksichtigen, dass der Umsatz im Jahr 2013 um 9,1 Prozent gesunken war. So kam Dress for Less im Geschäftsjahr 2012 noch auf einen Netto-Umsatz von 65,6 Mio. Euro, wie ich im vergangenen Herbst berichtet hatte.

Der Umsatz war 2013 aus mehreren Gründen gesunken. So ist im Jahresabschluss 2013 unter anderem von einem Integrationsprozess (bedingt durch die Übernahme von Privalia) sowie dem Wegfall konzerninterner Lieferungen und einem schwierigen Marktumfeld die Rede. Im Jahr 2012 hatte dazu auch schon eine „Organisationsanpassung” den Umsatz reduziert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Jahr 2013 bei -8,5 Mio. Euro und war damit noch einmal schlechter ausgefallen als im Vorjahr (Geschäftsjahr 2012: -4,5 Mio. Euro).

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Über Stephan Randler 2926 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.