Geschäftsjahr 2018: Mister Spex steigert Konzern-Umsatz auf 123 Mio. Euro

Die Mister-Spex-Gruppe hat ihr Geschäft in Europa im vergangenen Geschäftsjahr deutlich ausbauen können. So steht nun ein Netto-Umsatz von rund 122,8 Mio. Euro in den Büchern, wie sich jetzt einem frisch veröffentlichten Konzernabschluss für 2018 entnehmen lässt. Im Jahr zuvor war die Gruppe erst auf einen Wert von 104,3 Mio. Euro gekommen, so dass sich der Umsatz um 18 Prozent erhöht hat.

Mister Spex Store
Filiale von Mister Spex (Bild: Mister Spex)

Wachsen konnte der Online-Optiker zum einen, weil sich im Geschäftsjahr 2018 generell sowohl der Online-Handel als auch die Augenoptiker-Branche positiv entwickelt haben. Dazu habe Mister Spex seine Markenbekanntheit in Deutschland sowie den ausländischen Ländermärkten gesteigert.

Auch die Multichannel-Strategie von Mister Spex hat sich nach eigenen Angaben als erfolgreich erwiesen, weshalb im vergangenen Jahr weitere Stores eröffnet wurden. Dazu hatten die Berliner erstmals auch in Schweden ihre Multichannel-Kooperation mit lokalen Partner-Optikern gestartet.

Während sich der Umsatz nach eigenen Angaben „im Rahmen der Erwartungen“ entwickelt hat, wurden beim Ergebnis die Erwartungen übertroffen. So steht jetzt in den Büchern ein positives angepasstes EBITDA von 0,2 Mio. Euro, nachdem ein Jahr zuvor hier noch ein negatives Ergebnis von -4,5 Mio. Euro eingefahren wurde (ohne Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen und Einmaleffekte wie Anlaufkosten für Store-Eröffnungen). Als Gründe nennt Mister Spex unter anderem eine sinkende Marketingkostenquote, optimierte Logistikprozesse sowie profitable Stores. Das unbereinigte EBITDA fällt zwar mit -1,0 Mio. Euro negativ aus, liegt aber deutlich über dem Vorjahreswert (-6,4 Mio. Euro).

Die Mister-Spex-Gruppe betreibt in Europa aktuell Online-Shops in zehn Ländern (Deutschland sowie Österreich und Schweiz, dazu Länder-Shops für Kunden in Schweden, Norwegen, Finnland und UK, Niederlande, Spanien, Frankreich). Angeboten werden Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen plus Pflegemittel. Während das Online-Geschäft bereits seit dem Jahr 2008 betrieben wird, eröffnen die Berliner seit Anfang 2016 auch zunehmend eigene Filialen – wenn auch aktuell nur in Deutschland.

Allein im vergangenen Geschäftsjahr 2018 wurden hierzulande Geschäfte eröffnet in Essen, Erfurt und Frankfurt sowie Münster, womit Mister Spex in Summe bereits auf zehn eigene Stores gekommen war.

Auf der Fläche ist Mister Spex allerdings schon etwas länger aktiv, da die Berliner seit Sommer 2011 mit lokalen Partner-Optikern kooperieren. Hier können Verbraucher deshalb bei einem Partner-Optiker wahlweise einen Sehtest buchen oder ihre Brille anpassen lassen. Mit dem Sehtest sollen Kunden ihre Werte ermitteln, um damit online bei Mister Spex eine Brille zu bestellen. Für Kunden ist der Sehtest kostenlos, der Partner erhält eine Vergütung. Dazu wird der lokale Optiker am Umsatz beteiligt, wenn Kunden nach dem Sehtest im Spex-Shop bestellen. Eine Vergütung gibt es für Partner auch, wenn Kunden ihre Brille anpassen lassen, die sie zuvor bestellt haben. Für Kunden ist auch das kostenlos.

Zunächst wurde das Offline-Partner-Programm in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden angeboten. 2018 erfolgte der Roll-out dieser Multichannel-Kooperation in Schweden.

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Über Stephan Randler 2244 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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