Geglückte Premiere: AO will weiter mit TV-Spots werben

Der britische Online-Händler AO ist mit seiner ersten TV-Kampagne in Deutschland zufrieden. Demnach habe man durch TV-Werbung im vergangenen Juli die Versendermarke bekannter gemacht und mehr verkaufen können. Das hat der Spezialist für weiße Ware auf Nachfrage von neuhandeln.de verdeutlicht. Demnach wurde die erste Kampagne bereits verlängert, so dass im August und September noch TV-Spots von AO zu sehen waren. Der Versender spielt zudem mit dem Gedanken, von nun an regelmäßig hierzulande TV-Kampagnen zu fahren.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ein wenig überrascht es ja schon, dass die Spots so gut ankommen. So kommen in den Clips zwar echte Kunden von AO.de zum Einsatz. Die Darstellung wirkt dennoch gekünstelt (siehe Video), wie ich zum Start der Kampagne kritisiert hatte. Der Erfolg gibt aber AO nun Recht.

Der britische Online-Händler AO ist seit einem Jahr in Deutschland aktiv und verkauft damit erstmals überhaupt in seiner 15-jährigen Firmengeschichte mit einem lokalisierten Online-Shop außerhalb von Großbritannien. In den ersten sechs Monaten seit dem Start konnte man hierzulande einen Netto-Umsatz von 5,8 Mio. Pfund erzielen, was überschaubar wirkt. Nach eigenen Angaben hatte AO in Deutschland aber bereits nach einem halben Jahr ein Level beim Umsatz erreicht, das man in Großbritannien erst nach sieben Jahren erreichen konnte.

Auch jetzt betonen die Briten erneut, dass in Deutschland das Geschäft nach Plan verlaufe und man von der Entwicklung weiter ermutigt werde. Von Deutschland aus wollen die Briten auch in weitere Länder expandieren, weswegen man gerade auch ein neues Zentrallager aufbaut.

Bislang hatten die Briten immer davon gesprochen, dass man in angrenzende Nachbarländer von Deutschland expandieren könnte. Schließlich gebe es auch in umliegenden Ländern einen großen Bedarf an weißer Ware, während erst wenige Geräte online verkauft werden – aus dem Grund hatten sich die Briten bereits dafür entschieden, nach Deutschland zu expandieren.

Expansionspläne von AODeutschland ist nicht genug: AO.com will weiter expandieren (Bild: Screenshot)

Bei einem aktuellen Strategie-Update hat AO nun bekräftigt, dass eine weitere Expansion zur langfristigen Strategie gehöre. Demnach liebäugelt man mit dem Start in Frankreich, Polen, Tschechien, Österreich, Dänemark, Schweden, Holland, Belgien und der Schweiz (siehe Foto).

Wahrscheinlich ist, dass AO zuerst in Österreich und in den Niederlanden startet. Zum einen kann man einen österreichischen Online-Shop einfach bauen, da man Begrifflichkeiten und Texte aus dem deutschen Angebot übernehmen kann. Zum anderen betreibt AO bereits in München ein Verteilzentrum, über das man auch österreichische Kunden beliefern könnte.

Ein weiteres von insgesamt fünf Verteilzentren steht zudem bei Köln – von wo aus AO.com wiederum schnell Kunden in den Benelux-Staaten erreichen könnte (weitere Standorte: Berlin, Hamburg, Frankfurt). Auf Nachfrage von neuhandeln.de will man aber nicht konkretisieren, welche Länder die Briten zuerst in Angriff nehmen wollen. So heißt es von AO.com nur, dass sowohl Österreich als auch die Benelux-Staaten mögliche Zielmärkte für die Briten sind.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. Über 1.960 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen bereits den Newsletter – hier geht es zum Abo.

Über Stephan Randler 2263 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr