Finanzen: Triaz-Gruppe wächst erneut knapp zweistellig

Der auf den Versandhandel mit ökologischen Produkten spezialisierte Triaz-Konzern schreibt seine Erfolgsgeschichte weiter. Nachdem bereits im Geschäftsjahr 2012 der Netto-Umsatz um neun Prozent auf über 71 Mio. Euro gestiegen war, konnte der Konzern im Jahr 2013 diese positive Entwicklung fortsetzen und erneut ein knapp zweistelliges Umsatzplus verbuchen.

Konkret ist der Konzern um 9,2 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 77,7 Mio. Euro netto gewachsen, wie dem kürzlich veröffentlichten Konzernabschluss zu entnehmen ist. Dabei haben sich die einzelnen Versendermarken der Gruppe aber unterschiedlich entwickelt.

Bei der auf Umweltprodukte spezialisierten Marke Waschbär (Sortiment: Kosmetik, Möbel, Heimtextilien, Haushaltsprodukte) ist der Brutto-Umsatz um 8,7 Prozent gestiegen, wobei das Geschäft in den einzelnen Ländern unterschiedlich verlaufen ist. In Deutschland konnte die für die Marke Waschbär verantwortliche Triaz GmbH um 8,7 Prozent wachsen, in Österreich hat die Marke mit einem Plus von 24,4 Prozent den höchsten Zuwachs erreichen können. In Holland dagegen ging das Geschäft um 25,4 Prozent zurück, weil keine Printwerbemittel mehr an die Kunden verschickt wurden und man sich auf das ECommerce-Geschäft konzentriert (für die Marke Waschbär erscheint in Deutschland beispielsweise zweimal im Jahr ein Katalog).

Bei der ebenfalls auf ökologische Produkte spezialisierten Vivanda GmbH gab es im Jahr 2013 einen Zuwachs um 14,3 Prozent im deutschen Markt, in Österreich ein Plus von 12,7 Prozent. Hier muss sich allerdings in Erinnerung rufen, dass es im vergangenen Jahr bei der Marke Vivanda noch einen Umsatzverlust von sechs Prozent gegeben hatte. Denn zu Beginn des Jahres 2011 hatte der Konzern die Marke „Vivanda“ neu eingeführt, die aus dem ehemaligen „Panda Versand“ hervorgegangen war. Durch diesen Marken-Relaunch waren insbesondere Kunden aus Österreich zu der anderen Triaz-Marke Waschbär gewechselt.

Bei der auf Esoterik-Produkte spezialisierten Versendermarke PranaHaus konnte der Umsatz in Österreich und Deutschland um 9,1 Prozent gesteigert werden, was der Konzern unter anderem mit neuen Produkten und einer Ausweitung des Nicht-Buch-Sortiments begründet.

Zum Konzern gehört auch noch die B&W Naturpflege Fachversand GmbH, die seit Januar 2013 zur Gruppe gehört und damit erstmals zum Gesamtumsatz beigetragen hat. Die auf den Handel mit Bio-Kosmetik spezialisierte Marke ist im Geschäftsjahr 2013 allerdings beim Umsatz hinter den Erwartungen gelieben, weitere Hintergründe verrät der Konzern nicht.

Mit seinen vier Versendermarken ist der Konzern jeweils in Deutschland, Österreich und in der Schweiz aktiv, mit der Marke Waschbär seit dem Jahr 2010 auch in den Niederlanden. Vom Gesamtumsatz der Gruppe wurde der Löwenanteil (60,9 Mio. Euro) in Deutschland erzielt, weitere 6,2 Mio. Euro in Österreich und 9,6 Mio. Euro in der Schweiz. In den Niederlanden waren es dagegen nur 0,9 Mio. Euro Umsatz – wenn auch mit einer einzigen Marke.

Der Konzernjahresüberschuss hat 2013 rund 2,6 Mio. Euro betragen und fällt damit ebenfalls deutlich besser aus als der Vorjahreswert (1,7 Mio. Euro). Die Gruppe konnte unter anderem davon profitieren, dass die Vertriebskosten nur unterproportional gestiegen sind.

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Über Stephan Randler 2626 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.