Finanzen: Otto-Versand wächst schwächer als im Vorjahr

Die Otto-Einzelgesellschaft („Otto Versand“) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar) einen Netto-Umsatz von 2,335 Mrd. Euro erzielen. Zum Vorjahr hat das Geschäft damit um rund drei Prozent angezogen, wie die Hanseaten gerade berichtet haben.

Otto Online-Shop

Otto wächst weiter, wenn auch schwächer als zuletzt (Bild: Screenshot)

Trotz einem erneuten Umsatzplus im Geschäftsjahr 2014/2015 war das Wachstum allerdings im Jahr zuvor spürbar stärker ausgefallen. So konnten die Hanseaten im Jahr 2013/2014 noch ein Plus von rund sieben Prozent auf einen Netto-Umsatz von 2,27 Mrd. Euro verbuchen.

Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Wachstum wieder abgeschwächt, weil die Hanseaten nach eigenen Angaben beim Versandhandel mit Bekleidung unter einer „äußerst schwachen Marktentwicklung“ gelitten haben, die den gesamten Textilmarkt geprägt habe.

Im Gegenzug habe sich dafür aber das Geschäft mit Hartwaren „äußerst positiv“ entwickelt, so dass Otto nicht nur profitable Umsatzsteigerungen in den beiden Sortimenten Multimedia und Haushaltselektro erwirtschaften konnte. Auch beim Versandhandel mit Möbeln sei es den Hanseaten gelungen, im Geschäftsjahr 2014/15 weitere Marktpotenziale zu heben.

Sechs Spezial-Shops befeuern den Gesamtumsatz des Universalversenders

Maßgeblich dazu beigetragen haben nach eigenen Angaben die Sub-Shops, mit denen Umsätze fernab der Plattform Otto.de erwirtschaftet werden. So betreiben die Hanseaten aktuell sechs verschiedene Spezial-Shops, die wie Schlafwelt (Sortiment: Matratzen) oder Ekinova (Elektrogeräte) auf das Geschäft mit einzelnen Sortimenten zugeschnitten sind.

Durch den Fokus auf ein Sortiment und eine Zielgruppe könne Otto seine Service-Leistungen übersichtlich präsentieren, was Kunden wiederum die Kaufentscheidung erleichtere. Allein im Kalenderjahr 2014 wurde über die Spezial-Shops ein Netto-Umsatz von 70 Mio. Euro erzielt.

Während sich das Wachstum im Geschäftsjahr 2014/15 trotzdem abgeschwächt hat, konnte Otto nach eigenen Angaben aber erneut profitabel arbeiten. So liege der Gewinn bei einer Rendite von drei bis fünf Prozent auf dem gleichbleibend hohen Niveau der letzten Jahre.

Im gerade angelaufenen Geschäftsjahr wollen die Hanseaten ihren Netto-Umsatz um rund fünf Prozent steigern und dabei eine Rendite von drei bis fünf Prozent erwirtschaften können.

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Über Stephan Randler 2174 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

1 Kommentar zu Finanzen: Otto-Versand wächst schwächer als im Vorjahr

  1. “ Das Überraschungsmoment mit dem Aha-Effekt überzeugt aber auch neue Kunden von OTTO. Ein origineller Erzählstil sowie die hochwertige Inszenierung des Sortiments sind die Formel, mit der wir die Zielgruppe auch weiterhin von unserem Bewusstsein für Fashion und Lifestyle überzeugen wollen“, sagt Marc Opelt, Bereichsvorstand Vertrieb OTTO. “
    Zumindest ist dann ja die aktuelle Entwicklung auch mit einem Aha-Effekt besetzt.
    Auch eine Form „hochweriger Inszenierung“.
    Time for back to the roots

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