Umkleidekabinen inklusive: Erster DPD-Store in Berlin eröffnet

In Paketshops können Verbraucher ja schon länger Pakete von DPD abgeben oder abholen. Zu finden sind diese Annahme- und Abgabestellen bisher allerdings in Geschäften wie Kiosken oder Getränke-Märkten, die von Partnern betrieben werden. Diese können ihren Laden nämlich um einen Paketshop ergänzen und erhalten eine Vergütung für jedes Paket, das vor Ort abgewickelt wird. DPD wiederum kann durch die Paketshops mehr Möglichkeiten bieten, um Pakete zu versenden oder zu empfangen.

DPD Store Umkleide
Die Umkleidekabinen im ersten DPD-Store

Das ist prinzipiell auch möglich in einem neuen DPD-Store, den der Paket-Zusteller jetzt in Berlin eröffnet hat. Der grundlegende Unterschied zu den gängigen Paketshops ist hier nun allerdings, dass der neue Store von DPD direkt betrieben wird. Der DPD-Store in der Frankfurter Allee 31 (Stadtteil: Friedrichshain) ist damit in Deutschland das erste eigene Geschäft von DPD, in dem man Pakete abgeben und abholen kann. Und das sieht man.

Denn in seinem neuen Store bietet DPD jetzt erstmals zusätzliche Services, die in einem klassischen Paketshop so bislang nicht verfügbar sind.

Hier beschränkt sich das Angebot in der Regel ja darauf, dass Kunden vor Ort ihr Paket abgeben oder abholen können. Im ersten hauseigenen DPD-Store dagegen gibt es zusätzlich auch Umkleidekabinen (siehe Foto). Hier sollen Kunden ihre Online-Bestellungen anprobieren, wenn sie ihr Paket abholen. Wenn etwas dann nicht passt oder gefällt, können Verbraucher die Retoure gleich wieder im Geschäft abgeben. Dadurch will DPD den Online-Einkauf nachhaltiger und bequemer für die Kunden machen.

Kostenlose Versandverpackungen für DPD-Kunden

Vor diesem Hintergrund können Verbraucher ihre Bestellungen auch direkt im Store auspacken und das Verpackungsmaterial im Laden abgeben. Mitarbeiter entfernen danach alte Etiketten und gebrauchte Klebematerialien von den Verpackungen und räumen diese in Regale. Diese befinden sich neben den Umkleidekabinen im DPD-Store, wo es eine so genannte „Verwert-Bar“ gibt. Aus dieser können andere Kunden die Verpackungen kostenlos entnehmen, um darin ihre Artikel zu verstauen und zu versenden.

Nachhaltigkeit steht auch bei den übrigen Services im Mittelpunkt: Wer will, kann im Laden nämlich auch einen Fairtrade-Kaffee trinken. Zusätzlich werden verschiedene nachhaltige Produkte zum Kauf angeboten, unter anderem Snacks, Obst und Gemüse aus ökologischem Landbau oder Textilien aus Bio-Baumwolle. Auf einem Teil der Ladenfläche befinden sich zudem zehn Lagerboxen des Partners Storebox, in die sich kurzfristig oder dauerhaft Gegenstände einlagern lassen. Insgesamt hat der DPD-Store eine Größe von rund 80 Quadratmetern, elf Quadratmeter davon sind mit Lagerboxen belegt.

Konzept für Kunden wirklich interessant?

Bei dem ersten selbst betriebenen Store von DPD handelt es sich nach eigenen Angaben um einen Versuch mit Modell-Charakter. Langfristig soll das Konzept deutschlandweit umgesetzt werden. Ob Kunden aber wirklich in einem DPD-Store einen Kaffee trinken und Mode anprobieren wollen? Viele Verbraucher bestellen Mode ja gerade online, um sie dann in Ruhe zu Hause anprobieren zu können.

Und dass man Verpackungen kostenfrei verwenden kann, ist zwar nett. In der Regel macht man einen Artikel aber ja versandfertig, bevor man das Haus verlässt. Zumal es keine Garantie gibt, dass im DPD-Store überhaupt eine passende Verpackung vorrätig ist. Damit bleibt aus Kundensicht in erster Linie interessant, dass man Pakete abgeben oder abholen kann. Das wäre aber auch über einen klassischen Paketshop möglich – wenn auch ohne Marken- und Einkaufserlebnis, das der DPD-Store bieten soll.

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Über Stephan Randler 3041 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.