ERP-Software: Was für On-Premises spricht – und was für SaaS

Wer heute das ERP-System wechselt, kann die neue Software in vielen Fällen auf eigenen Servern betreiben oder in der Cloud nutzen. Doch welche von diesen beiden Varianten ist für Online- und Multichannel-Händler in der Praxis eigentlich die bessere Wahl? Die zentralen Vor- und Nachteile beider Ansätze im Tagesgeschäft beschreibt Nicole Wehner, Geschäftsführerin der auf ERP-Software spezialisierten MAC IT Solutions GmbH, die neuhandeln.de als Sponsor unterstützt.

Cloud ERP-Software
Cloud-Systeme sind auf dem Vormarsch

Die klassische Software-Nutzung beginnt damit, eine Nutzungsberechtigung als Lizenz zu erwerben. Der Käufer kauft die Lizenz und kann anschließend die Software lokal auf seine eigene Hardware herunterladen. Die Software wird also auf den eigenen Servern betrieben („On-Premises-Modell“).

Zu einer Dienstleistung wird eine Software, wenn ein IT-Dienstleister sie hosted und für den Nutzer lediglich zur Verfügung stellt. Das geschieht über die Cloud: Die Software liegt auf den Servern des Dienstleisters, welcher sie zur Verfügung stellt sowie für Betrieb und Wartung verantwortlich ist.

Der Nutzer mietet den Zugang zur Software und kann meistens über das Internet auf die Software zugreifen. Standortunabhängig und von jedem Endgerät wird die „Software as a Service“ angeboten – kurz: ein SaaS-Modell. Die Wahl zwischen SaaS und On-Premises stellt eine wichtige ökonomische Entscheidung für Unternehmen dar: Doch was ist wirtschaftlicher und welche Vorteile überwiegen?


Variante 1: On-Premises-Lösung

Vorteile:

  • Das Unternehmen als Betreiber der Software behält die Kontrolle über sein System
  • Die Daten sind vor Ort gespeichert, ein Zugang – auch ohne Internet – ist gewährleistet
  • Hohe Personalisierungsmöglichkeiten
  • Keine Abhängigkeit vom Provider

Nachteile:

  • Sicherheit der Daten liegt in der Verantwortung des Unternehmens
  • Abhängigkeit vom Betriebssystem
  • Hohes Hardwarebudget (u.a. Server-Hardware, Backup-Lösung)
  • Lizenz-, Einrichtungs- und Installationsgebühren
  • Jährliche Kosten für Wartung, Support, Updates
  • Personal für Wartung notwendig, ggf. Schulungen und Weiterbildungen

Variante 2: SaaS-Lösung

Vorteile:

  • Physische Speicherkapazität nicht nötig
  • Instandhaltung und Updates werden vom Hersteller übernommen
  • Keine extra Personalbereitstellung, keine Personalkosten
  • Keine Wartungskosten
  • Sicherheit der Daten wird vom Vertragspartner gewährleistet

Nachteile:

  • Abo-Kosten und Einrichtungsgebühr
  • In der Regel ohne große Personalisierungsmöglichkeiten
  • Zum Teil geringerer Funktionsumfang

Abschließend lässt sich festhalten, dass SaaS-Lösungen auf dem Vormarsch sind. Geringere Kosten, schnelle Verfügbarkeit und hohe Flexibilität von cloudbasierten Diensten sind nicht nur für kleine Versender spannend. Vor- und Nachteile haben beide Lösungen, den goldenen Weg muss jeder Händler für sich abwägen: Welche Lösung bringt mehr Gewinn, monetär wie auch funktional?

Nicole Wehner
Nicole Wehner (Bild: MAC IT-Solutions)

Über die Autorin: Nicole Wehner ist Geschäftsführerin der MAC IT-Solutions GmbH. MAC ist der IT-Lösungsanbieter für E-Commerce und Omnichannel-Handel. Als ausschließlich auf den E-Commerce und Omnichannel-Handel fokussierter Spezialist sind wir mit der enormen Dynamik und Komplexität dieses Geschäfts bestens vertraut. Durch die Stabilität, Dynamik und Leistungsfähigkeit unserer Lösungen sind wir zum Benchmark in der Branche geworden. Unsere ERP-, CRM-, LVS- und POS-Systeme sind europaweit bei namhaften Händlern im Einsatz. DiVA basiert auf der Plattform von Microsoft Dynamics NAV und ist sowohl on-premises als auch in der Cloud möglich.

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