Elektronik-Handel: AO und Ceconomy AG wachsen im Weihnachtsquartal

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Beim britischen Online-Händler AO brummt das Geschäft in Deutschland, wo die Briten nun seit sechs Jahren schon Elektronik über einen deutschen Shop verkaufen. Denn hierzulande konnten die Briten im vierten Quartal 2020 einen Brutto-Umsatz von 73,6 Mio. Euro erzielen, was zum Vorjahr ein Plus von 77,4 Prozent bedeutet. Das berichtet AO in einem aktuellen Trading Update mit vorläufigen Zahlen.

AO Deutschland
AO setzt auf eigene Fahrer (Bild: AO)

Bereits von Anfang April bis Ende September konnten die Briten ihren Netto-Umsatz in Deutschland um starke 82 Prozent erhöhen. Befeuert wurde das Wachstum damals unter anderem natürlich auch durch die Corona-Krise. So konnte auch AO in Deutschland davon profitieren, dass Verbraucher generell mehr Käufe ins Internet verlagerten.

Auch in den letzten drei Monaten des Jahres 2020 hielt dieser Trend an. So habe sich die – seit dem Beginn der Corona-Pandemie deutlich gestiegene – Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von AO fortgesetzt.

Auch deshalb hat sich der Umsatz in Großbritannien um 67,2 Prozent erhöht und ist so auf einen Wert von 457,3 Mio. Pfund gestiegen. Das Geschäftsjahr von AO endet übrigens am 31. März. Der Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 entspricht also dem dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres.

Bei der – ebenfalls auf den Handel mit Elektronik spezialisierten – Ceconomy AG wiederum umfassen diese drei Monate das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021, das bei der MediaSaturn-Mutter am 30. September 2021 endet. Auch hier gibt es nun neue Zahlen dazu, wie das Elektronik-Geschäft in den letzten drei Monaten 2020 verlief – allerdings bezogen auf Europa und den Multichannel-Handel.

Ceconomy AG wächst zweistellig – trotz erneutem Lockdown

Auf Basis vorläufiger Zahlen rechnet der Ceconomy-Konzern daher damit, den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um rund 11,4 Prozent steigern zu können. Diese positive Umsatzentwicklung sei im Wesentlichen auf das Geschäft im Oktober und November 2020 zurückzuführen, wo Ceconomy nach eigenen Angaben sowohl von einer „anhaltend erfreulichen Kundennachfrage“ als auch von Rabatt-Aktionen wie dem „Black November“ profitieren konnte. Hierdurch habe man über das ganze Quartal 04/2020 überkompensieren können, dass stationäre Märkte im November und Dezember 2020 erneut schließen mussten. So waren im November durchschnittlich rund 31 Prozent und im Dezember sogar rund 62 Prozent der MediaMarkt- und Saturn-Märkte in Europa wegen der Corona-Krise geschlossen.

Das Online-Geschäft allein hat sich zudem konzernweit mit einem Plus von rund 117 Prozent mehr als verdoppelt. Absolute Zahlen nennt Ceconomy erst im Februar zur Veröffentlichung der finalen Zahlen.

AO.com wurde 2000 gegründet und war bis Herbst 2014 nur in Großbritannien aktiv. Dann waren die Briten auch in Deutschland gestartet, wo seitdem weiße Ware und Unterhaltungselektronik angeboten wird. Solche Produkte bietet auch die Ceconomy AG, zu der die MediaMarktSaturn-Gruppe zählt. Diese betreibt aber nicht nur Online-Shops, sondern auch noch 1.023 stationäre Märkte in Europa. Hier ist die MediaMarktSaturn-Gruppe zudem momentan in 13 Ländern vertreten (Stand: 30. September 2020).

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Über Stephan Randler 2737 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.