Nach Deutschland-Start: Knuspr.de soll „Nummer 1 im E-Food-Business“ werden

Der deutsche Markt für E-Food ist um einen weiteren Marktteilnehmer reicher. Denn ab sofort können Verbraucher auch online bei Knuspr.de bestellen und sich so frische Lebensmittel bequem nach Hause liefern lassen. Möglich ist das zum Start aber erst für Kunden, die in München und Umgebung wohnen.

Knuspr
Knuspr.de liefert (Bild: Großer Kern GmbH)

Hier bietet der neue Online-Supermarkt seiner potenziellen Kundschaft ein Online-Vollsortiment mit aktuell rund 9.000 Artikeln. Diese Menge kann sich durchaus sehen lassen. Zur Einordnung: Nach Zahlen vom Handelsverband Deutschland (HDE) bieten stationäre Supermärkte im Schnitt etwa 10.000 Artikel an, bei Discountern sind sogar nur rund 2.000 Produkte im Angebot.

Punkten will Knuspr.de aber nicht nur mit seinem Sortiment, sondern auch mit der Lieferung. So betreibt der Online-Supermarkt im Münchner Vorort Garching ein Logistikzentrum mit einer Fläche von 7.500 Quadratmetern.

Von hier aus sollen Bestellungen schnell und zuverlässig ausgeliefert werden. Dabei setzt Knuspr.de auf eigene Fahrzeuge und „serviceorientierte“ Fahrer in einer Festanstellung. Geliefert wird von Montag bis Samstag jeweils zwischen 7:00 und 22:00 Uhr. Die Liefergebühr beträgt 4,90 Euro und entfällt ab einem Bestellwert von 79 Euro. Nach dem Start in München sollen weitere Standorte in Deutschland folgen.

„Akzeptanz des Online-Einkaufs von Lebensmitteln steigt“

Denn Knuspr.de soll mittelfristig nicht weniger als die „Nummer 1 im E-Food-Business in Deutschland“ werden. Für ein Start-up ist das ein ausgesprochen ambitioniertes Ziel. Allerdings ist das Unternehmen durchaus schon erfahren. Denn hinter dem Online-Supermarkt steht die Rohlik-Gruppe aus Tschechien, die hier seit dem Jahr 2014 unter dem Namen Rohlik einen Online-Supermarkt betreibt. Zu der Gruppe zählen außerdem schon Online-Supermärkte in Ungarn (Start: 2019) und in Österreich (2020). In allen drei Ländermärkten zusammen konnte der Anbieter im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 300 Mio. Euro erzielen. In seinem größten Markt ist Rohlik nach eigenen Angaben dazu bereits profitabel.

„Die Akzeptanz des Online-Einkaufs von Lebensmitteln steigt“, betont Knuspr-CEO Erich Comor. „Wir gehen davon aus, dass der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland in den nächsten fünf Jahren einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen wird.“ Das erscheint dann aber doch ein wenig zu hoch gegriffen. Denn nach aktuellen Zahlen vom HDE war der Online-Handel mit Lebensmitteln im Vorjahr gerade einmal auf einen Marktanteil von rund zwei Prozent gekommen. Laut dem Handelsverband gehört zwar das Geschäft mit Lebensmitteln aktuell zu den wachstumsstärksten Märkten im deutschen Online-Handel. Doch Zuwächse gibt es gerade eben auch auf vergleichsweise geringem Umsatzniveau.

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Über Stephan Randler 2887 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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