Chief Commercial Officer geht: Zooplus verkleinert Vorstand

Der Vorstand von Zooplus besteht nur noch aus einem Trio. Denn aus dem bisherigen Management-Quartett hat sich jetzt kurzerhand Florian Welz verabschiedet. Der 41-Jährige hat den Spezialisten für Tierbedarf auf eigenen Wunsch zum 13. Juli 2020 verlassen, wie Zooplus erst an diesem Tag bekannt gemacht hat. Nach dem überraschenden Abgang bilden nun Cornelius Patt (Chief Executive Officer), Mischa Ritter (Chief Operating Officer) und Andreas Maueröder (Chief Financial Officer) den Vorstand.

Florian Welz
Florian Welz (Bild: Zooplus AG)

Hier war Welz (siehe Foto links) seit 01. Dezember 2018 als Chief Commercial Officer (CCO) für Einkauf, Category Management und Vertrieb zuständig.

Die Zuständigkeiten des CCO werden in zwei neue Management-Funktionen aufgeteilt, wie es nun offiziell in einer Pressemeldung heißt. Statt einer CCO-Funktion gibt es demnach künftig zum einen das Category Management, das auch die Beschaffung umfassen wird – und zum anderen das Eigenmarken-Portfolio von Zooplus. Um Märkte, Vertrieb und Preisgestaltung kümmert sich außerdem jetzt Cornelius Patt zusätzlich zu seinen anderen CEO-Aufgaben.

Dazu sollen zwei neue Mitarbeiter die „digitale Exzellenz“ ausbauen – nämlich Markus Hermanutz (CIO) und Rainer Collet (CPO). Wer davon nun das Category Management übernimmt und wer sich um die Eigenmarken kümmert, hat Zooplus trotz mehrmaliger Nachfrage bis Redaktionsschluss nicht verraten.

Jahresprognose erneut nach oben korrigiert

Stattdessen kommuniziert man, wie gut das Geschäft läuft. So konnte der Konzern nach vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzplus von 18 bis 19 Prozent zum Vorjahr verbuchen und ein EBITDA zwischen 25 und 30 Mio. Euro erreichen (H1/2019: 4,5 Mio. Euro). Auf Basis dieser Zahlen korrigiert der Spezial-Versender erneut seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben.

Konkret rechnet die Zooplus AG nun für das Jahr 2020 mit einem Umsatzplus von rund 240 Mio. Euro und einem EBITDA von mindestens 40 Mio. Euro, nachdem Anfang Mai ein Plus von 225 Mio. Euro und ein EBITDA von mindestens 20 Mio. Euro prognostiziert worden war – womit Zooplus allerdings auch schon seine ursprüngliche Jahresprognose nach oben korrigiert hatte. Im ersten Halbjahr 2020 konnte Zooplus nach eigenen Angaben unter anderem „Effizienzgewinne“ beim Marketing erzielen und beim Neukundengeschäft von einem „europaweit erhöhten Interesse für Online-Käufe“ profitieren.

Zooplus wurde 1999 gegründet und ist mit dieser Kernmarke europaweit in 30 Ländern aktiv. Zudem verkauft der Konzern mit seiner Discount-Marke Bitiba parallel in 14 Ländern. In den vergangenen zwei Jahren hatte das Unternehmen unter der Marke „ZooBee“ zudem einen Online-Shop mit haltbaren Lebensmitteln wie Kaffee, Süßwaren und Fertiggerichten betrieben, der allerdings vor wenigen Tagen eingestellt wurde. So will sich der Spezialist für Tierbedarf wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

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Über Stephan Randler 2630 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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