Chef-Wechsel bei Tchibo: Österreich-Manager führt künftig Gesamtkonzern

Bei der Tchibo GmbH gibt es einen Wechsel an der Unternehmensspitze. Denn zum kommenden Jahr wird Erik Hofstädter neuer Vorsitzender der Geschäftsführung beim Kaffee-Röster. Hier folgt der 45-Jährige auf Werner Weber, der nach zweieinhalb Jahren an der Firmenspitze wieder zurück in den Aufsichtsrat wechselt.

Erik Hofstädter
Erik Hofstädter (Bild: Tchibo GmbH)

Zur Erinnerung: Weber war bereits im Aufsichtsrat, als er den Chef-Posten bei den Hamburgern übernahm. Der 69-Jährige folgte zum Juli 2021 kurzfristig auf Thomas Linemayr, der damals laut Tchibo auf eigenen Wunsch die Hamburger verlassen hatte. Seitdem hatte Weber den Händler als Interimsmanager geführt.

Mit Hofstädter (siehe Foto links) führt Tchibo ab 2024 ein Manager, der sich bei dem Multichannel-Unternehmen bereits beweisen konnte. Schließlich ist der 45-Jährige aktuell schon „General Manager“ von Eduscho Austria in Wien – und damit momentan für das Österreich-Geschäft des Kaffee-Rösters zuständig.

Hofstädter ist seit Jahresbeginn 2021 für Tchibo in Österreich tätig und hatte bereits für Red Bull, Lindt & Sprüngli und Coca-Cola gearbeitet. Mit seinem Know-how aus Österreich soll er nun das Geschäft der gesamten Tchibo-Gruppe weiter entwickeln. Seinen Posten in Österreich übernimmt Paul Unterluggauer.

Von Wien nach Hamburg

Er ist aktuell bereits kaufmännischer Geschäftsführer der Eduscho Austria GmbH und übernimmt künftig die Gesamtverantwortung für das Österreich-Geschäft. Unverändert zur Geschäftsführung der Tchibo GmbH in Hamburg zählen auch weiterhin Hamid Dastmalchian (Non-Food), Jens Köppen (Services & Finance) und Andreas von der Heydt (Online, Marketing und internationales Geschäft außerhalb der DACH-Region). Sie bilden zusammen mit Hofstädter ab 2024 die vierköpfige Geschäftsführung der Tchibo GmbH in Hamburg.

Tchibo betreibt in acht Ländern rund 900 stationäre Ladengeschäfte sowie Online-Shops. Neben Kaffee bietet der Multichannel-Händler wöchentlich wechselnde Non-Food-Sortimente („Jede Woche eine neue Welt“) sowie Dienstleistungen wie Mobilfunk. Kaffee und Non-Food-Artikel gibt es europaweit zusätzlich in rund 24.300 Shop-in-Shop-Flächen („Depots“) bei Partnern im Lebensmittel-Einzelhandel. Im vergangenen Geschäftsjahr 2022 konnte der Konzern europaweit einen Netto-Umsatz von 3,245 Mrd. Euro erreichen.

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