Bestell-Boom durch Covid-19: Home24 sieht weiter starke Online-Nachfrage

In der Corona-Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Eindeutig von der Corona-Krise profitiert der Möbel-Versender Home24, der seine ursprüngliche Jahresprognose für 2020 nun nach oben korrigiert. Denn die Berliner erwarten beim Netto-Umsatz nun währungsbereinigt ein Plus von mindestens 15 Prozent.

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Das Geschäft mit Möbeln brummt (Bild: Home24)

Ursprünglich war ein Wachstum von zehn bis 20 Prozent avisiert worden. Und bei dem Ergebnis hatte der Möbel-Shop wiederum zunächst mit einer EBITDA-Marge von -2 bis +2 Prozent gerechnet, nun gehen die Berliner für das Gesamtjahr 2020 von einer positiven, bereinigten EBITDA-Marge aus.

Denn der Möbel-Versender profitiert nach eigenen Angaben davon, dass Kunden in der Corona-Krise mehr zu Hause bleiben – und augenscheinlich mehr Geld ausgeben, um sich schön einzurichten. Bereits im April 2020 lag der Ordereingang in Europa jedenfalls satte 88 Prozent über dem Vorjahr.

Und im gesamten zweiten Quartal 2020 liegt der Auftragseingang weltweit 70 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahr, wie vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2020 besagen. Daher erwartet Home24 für diesen Zeitraum jetzt ein währungsbereinigtes Umsatzplus von etwa 45 Prozent. Zum Vergleich: Vor einem Jahr konnte der Möbel-Shop den Umsatz in Q2/19 um 28 Prozent erhöhen.

Mit dem voraussichtlichen Plus von 45 Prozent fällt das Wachstum im zweiten Quartal 2020 nun zwar stärker aus, liegt aber unter dem Plus beim Auftragseingang. Denn einige Bestellungen werden erst später ausgeliefert. Denn zum einen werden Aufträge über Lagerware bedient und erreichen dadurch kurzfristig den Kunden. Andererseits gibt es Auftragsfertigungen und/oder Ware, die vom Hersteller verschickt wird. Hier dauern Lieferungen länger. Der positive Nebeneffekt: Durch die Verzögerungen kann der hohe Auftragseingang im zweiten Quartal noch den Umsatz im dritten Quartal ankurbeln.

„Die Wiedereröffnung der stationären Geschäfte konnte die starke Nachfrage nach Online-Angeboten nicht einbremsen“, freut sich der Möbel-Versender aus Berlin. Und bei Home24 steigt aktuell nicht nur der Umsatz, auch das Ergebnis verbessert sich. So soll das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr 2020 „deutlich positiv“ ausfallen, nachdem dieser Wert vor einem Jahr noch -23,4 Mio. Euro betragen hatte. Ein Grund ist: Weil Kunden von sich aus mehr kaufen, muss Home24 weniger für Werbung ausgeben.

Home24 verkauft in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Holland, Belgien, Frankreich und Italien als auch mit der Marke Mobly in Brasilien. Der Möbel-Händler hat weltweit über 1.500 Mitarbeiter. In Deutschland verkauft Home24 online und betreibt zudem stationäre Showrooms und Outlet-Stores.

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Über Stephan Randler 2623 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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