Bagmondo.de: So will jetzt der Goldkrone-Verbund im E-Commerce angreifen

„Online kaufen und dabei den lokalen Handel unterstützen“: Unter diesem Motto steht der neue Online-Marktplatz Bagmondo, über den ab sofort stationäre Taschen-Händler ihre Ladenbestände im Internet anbieten können. Hinter der Online-Plattform steht die Verbundgruppe Goldkrone, die auf Lederwaren spezialisiert ist und rund 200 Handelspartner in Deutschland vereint. Diese sind nun allesamt online auf dem neuen Marktplatz aktiv, wobei aber noch nicht jeder Handelspartner online seine Ware verkauft.

Bagmondo
Bagmondo.de bietet Taschen (Screenshot)

Denn der Online-Marktplatz bietet Händlern prinzipiell zwei verschiedene Funktionen. Zum einen können Geschäfte eine Online-Visitenkarte mit ihren Öffnungszeiten, Services und Anfahrtsbeschreibung anlegen, um sich auf dem Portal unter dem Menüpunkt „Fachgeschäfte“ online zu präsentieren.

Hier ist zunächst einmal jeder Partner vertreten, der dem Goldkrone-Verbund angehört. Zusätzlich können Händler auch auf dem Online-Marktplatz ihre Ware verkaufen. Dazu brauchen Partner aber eine Warenwirtschaft, um ihre lokalen Bestände an den Online-Marktplatz andocken zu können.

Wer über Bagmondo.de („Bag“ ist das englische Wort für Tasche) verkaufen will, zahlt jeden Monat eine Grundgebühr sowie eine Verkaufsgebühr, wenn eine Transaktion abgeschlossen wird. Wenn Kunden die Ware retournieren, wird daher auch die Provision wieder erstattet. Verschickt wird die Ware von Händlern aus ihrem lokalen Ladengeschäft, an das auch wieder die Retouren gehen. Kunden-Service und Zahlungsabwicklung übernimmt wiederum die Verbundgruppe für ihre lokalen Handelspartner.

Ein Produkt kann übrigens von verschiedenen Händlern angeboten werden. Kunden sehen daher beim Online-Shopping auf dem Marktplatz zunächst nicht, welcher Händler nun genau die Ware liefern wird.

Denn oftmals wird erst nach dem Bestelleingang über ein internes System ermittelt, welcher Partner die Ware an den Kunden liefern darf. Berücksichtigt wird dabei unter anderem, wie schnell die Lieferung ist und wie schnell Partner ihre Retouren bearbeiten. Wer sich hier also Mühe gibt, wird besser gelistet.

Schwester-Portal Schuhe.de leistet Anschubhilfe

Nach diesem Muster läuft bereits der Online-Verkauf auf dem Online-Marktplatz Schuhe.de. Und das ist kein Zufall. Denn Goldkrone setzt bei Bagmondo.de auf die technische Basis des Online-Portals Schuhe.de, hinter dem die Verbundgruppe ANWR steht, die wiederum an der Goldkrone Lederwaren-Handelsgesellschaft mbH beteiligt ist. Passend dazu können Händler ihre Produkte nicht nur auf dem Online-Marktplatz Bagmondo verkaufen. Zusätzlich lassen sich Angebote auch bei Dritt-Portalen wie Amazon und Zalando listen, was die ANWR-Gruppe auch Handelspartnern bei Schuhe.de ermöglicht.

Gerade die Anbindung an reichweitenstarke Dritt-Portale wie Amazon und Zalando dürfte für Händler der entscheidende Grund sein, über Bagmondo.de in den E-Commerce zu starten. Denn diese Portale haben eine hohe Reichweite, die Bagmondo.de erst einmal aufbauen muss. Das soll gelingen, indem lokale Händler den neuen Online-Marktplatz zum Beispiel am POS über Flyer oder Plakate bewerben.

„Wir haben gute Chancen, Bagmondo.de sowohl bei Stammkunden als auch bei Neukunden bekannt zu machen und Bestellungen zu generieren“, glaubt Kathrin Doleczik, Marketing-Chefin der Goldkrone.

Problematisch könnte allerdings werden, dass eben maximal 200 Händler – also die aktuelle Zahl der Verbundpartner der Goldkrone – an das Portal angebunden sind. Dadurch droht, dass das Sortiment überschaubar bleibt – und damit die Plattform für Kunden wenig attraktiv ist. Goldkrone löst dieses Problem aber gut. Denn zum Start sind zusätzlich Lederwaren von mehreren hundert Händlern auf dem neuen Online-Marktplatz Bagmondo.de zu finden, die an sich online eigentlich bei Schuhe.de verkaufen. So gibt es mehr Angebot bei Bagmondo.de – und damit bessere Chancen für einen Erfolg.

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Über Stephan Randler 2491 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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